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Sexualunterricht boykottieren?

Ich sag's gleich graderaus. Seit manche Christen behaupten, dass sie keine Gebote halten brauchen, wundern sie sich gleichzeitig über die große Religionsfreiheit, die ausgebrochen zu sein scheint. Sie sehen keinen Zusammenhang zwischen ihrem Widerstand gegen die Bibel und der staatlichen Toleranz.

Folglich denken sie, sie müssten ihren Glauben auf andere Weise verteidigen; z.B. indem sie ihren Kindern den Schulbesuch verweigern, oder gegen Sexualunterricht wettern.

Die Bibel ist imgrunde nicht sexualfeindlich, sondern gegen Untreue, sexprotziges [Proll-] Verhalten und genussorientierte Lebensmaximen eingestellt.

Leider sehen einige Christen Sexualunterricht einzig als Einfallstor für Unmoral und Weltlichkeit.

Ich unterhielt mich mit einem Christen, der mir sagte, der ganze Sexualunterricht ist nur vom Teufel und völlig unnötig. Auf meinen Einwurf, moderaten Sexualunterricht könnten Kinder und Jugendliche aber sehr gut gebrauchen und auch vertragen, bekam ich zur Antwort, "die wissen später schon ganz alleine, was Mann und Frau zusammen tun sollen." ...

Ich halte diese Antwort für zu flach und ausweichend.

Sexualität und Sexualhygiene ist eine breites Thema und viele Eltern sind damit wegen innerfamiliärer Scham überfordert. Es ist gut für Kinder und Jugendliche und sicher nicht unbiblisch, hierüber zu lernen und Fragen zu stellen.

All dem, was in den Schulen gelehrt wird, was nicht mit unseren christlichen Werten übereinstimmt, müssen christliche Familien dann sanft und mit Gottes Hilfe zuhause entgegenwirken, auch wenn es manchmal nicht so leicht ist.

Die Tatsache, dass das Bildungssystem so aufgebaut ist, dass die Kinder das in der Schule gelernte als in Stein gemeißelte Wahrheit nachhause bringen, darf nicht dazu führen, dass den Kindern wegen der Religion der Eltern die normale Kindheit genommen wird.

Darüber, dass die säkulare Gesellschaft sich als Träger und Verfechter antibiblischer Werte aufspielt, wird Gott einst trefflich richten.

Und was die Kinder angeht:

Eine echte Bekehrung "durch Erziehung" hat es ja eh noch nie gegeben.