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Ohne Rücksicht auf den Zeitgeist

Liebe Sex und Trennung

Gott hat den Menschen die Sexualität für die Liebe geschenkt und jeder gesunde ausgereifte Mensch hat eine tiefe Sehnsucht (Fühlsucht) nach körperlicher Beziehung zu einem Menschen des anderen Geschlechts.

Eine solche Beziehung ist von Gott vorgesehen und nur Gläubige mit einer bestimmten Veranlagung möchten ein Leben ohne Sexualität führen (Zölibat).

Diese Beziehung zwischen Mann und Frau nennt man Ehe; sie ist eine vor Gott geschlossene Treue-Erklärung auf Lebenszeit (Ausnahmen sind geregelt); eine Ehe ist auch gültig, wenn sie allein vor Gott geschlossen wurde, auch ohne Trauzeugen und auch ohne staatliche Beglaubigung. (Sonst könnten Menschen in politischer Not und Verfolgung ja nicht heiraten; aber wer will ihnen das verwehren? Oder auf einer einsamen Insel als Schiffbrüchige.)

Geschlechtsverkehr allein begründet keine Ehe, auch wenn das immer wieder gepredigt wird. Geschlechtsverkehr ohne tiefere, in Gott begründete Treueabsicht (besonders vor der Bekehrung stattgefunden wird als Sünde gewertet und somit mit allen Sünden vergeben).

Die Sünde der Hurerei oder der unernsten sexuellen Beziehungen werden von der Absolution völlig erfasst und ziehen nicht nach sich, dass entsprechende Schwestern und Brüder nach ihrer Bekehrung bis zum Ende ihres Lebens ehelos bleiben müssen.

In unserer heutigen zerrütteten Gesellschaftsordnung müssten dann ja 99,9 % aller Christen, die sich aus ihren Sünden zu Gott bekehren, ehelos bleiben oder meist ihre jetzigen Ehen auflösen. Eine solche Sicht ist aus dem Neuen Testament nicht ersichtlich und widerspricht der Gnade Gottes und seiner Vergebung in Christus.

Kinder sind das biologische Ergebnis der Liebe. Der heterosexuelle Verkehr ist also nicht nur allein zum Kinderzeugen da, sondern ein Kind ist das Geschenk der Liebe.

Die Religionen und Weltanschauungen, die das andersrum sehen, verwehren sich folgerichtigerweise die Sehnsucht nach erotischer Liebe, wenn kein Kind gezeugt werden soll/kann/darf.

Die Verwehrgründe sind dementsprechend zahlreich und kaum zu bremsen.

Nach den biblischen Grundsätzen ist sexueller Verkehr auch um seiner selbst geschenkt.

Christentum und Sexualität

Paulus zur Ehe

Aber: Gott hat diese Vorgänge mit einer tiefen seelischen Verwurzelung gekoppelt, die wiederum in der Sehnsucht nach dem anderen Geschlecht begründet ist. Das ist die eigentliche Liebe, der die Sexualität dann hinzugetan wurde.

Diese Liebe ist imgrunde für die Ewigkeit angelegt. Echte Liebe geht nicht zuende. Wenn nun ein Partner sich für eine Trennung entscheidet, ohne dass tiefere Gründe oder eine unlösbare Zerrüttung vorliegt, trifft er den anderen im tiefsten Herzen und auf dem Grund dessen Seele.

Dies verkoppelt sich in höchster Weisheit mit der Tatsache, dass Kinder beide Elternteile brauchen; jede Abweichung von diesem Grundsatz zieht grundsätzlich negative Folgen für die Entwicklung der Kinder nach sich.

Hier liegt der gedankliche Ansatzpunkt für die Heiligkeit und Dauerhaftigkeit einer geschlechtlichen Beziehung.

Jeder, der anders handelt, wird früher oder später in seiner Seele die Trümmer seines Lebens spüren.

Also selbst wenn ein Mensch nicht an Gott glaubt, gelten diese Grundsätze für ihn. Das ist das komplizierte; die Menschen denken, es gäbe keinen Gott; schlafen so weit wie möglich jeder mit jedem und wundern sich dann über die seelischen Probleme, die sich später zwangsläufig einstellen. Auch wenn man sich einredet, kein schlechtes Gewissen zu haben.

Man kann es vergleichen mit Menschen, die auf alle medizinischen Erkenntnisse pfeifen und Ungesundes essen und trinken, was und wieviel immer sie wollen. Die Tatsache, dass sie an nichts glauben macht nicht, dass nun ihre Herzkranzgefäße nicht verkalken oder dass sich ein Herzinfarkt nicht einstellt. Ganz im Gegenteil!