bibelpoint - biblisches & lyrisches       
Ohne Rücksicht auf den Zeitgeist

Kirchen und Sekten

Ein Klärungsversuch

Warum so viele Kirchen?


Zum Begriff "Sekte":

Ursprünglich bedeutet das Wort Sekte (lateinisch secta) "Partei" oder "Schule". Es leitet sich von dem lateinischen Verb "sequi" (folgen) ab.

aber auch: "secare" (abschneiden).

Sekte oder Kirche. Das macht begrifflich zunächst keinen Unterschied. Sekte heißt "Parteiung, Spaltung";

Sekte, das sind immer die Anderen oder die zahlenmäßig unterlegenen.

In Schweden ist mit einem Anteil von etwa 2 % der Gläubigen also die Katholische Kirche eine Sekte!

Solange wir in unserer Gesellschaftsordnung die negative Belegung des Wortes "Sekte" nutzen, um Glaubensgemeinschaften zu diskreditieren, handeln wir ungerecht!

Denn wir unterschreiben damit:

Kirche 

=

gut

Sekte

=

schlecht

In der Bibel wird Sektentum, Spaltung zum einen negativ bewertet und meint dort grundloses, aus Streitsucht entstandenes loslösen von der Gemeinde; zum anderen jedoch auch notwendiges Sichtrennen, da Einheit auf Kosten von Grundwahrheit nicht erwünscht ist.

Leider haben spätere "Christen" daraus die unbiblische Lehre gemacht, dass sich Gemeinden wegen jeder noch so kleinen Differenz trennen.

Würden alle Christen ihren Glauben so ernst nehmen wie die Bibel es sagt, hätten wir weltweit nur eine Kirche!

Das geht aber leider nicht, da einige Kirchen die Kindertaufe eingeführt haben. Dadurch bestehen diese Kirchen zu einem hohen Prozentsatz aus Mitgliedern, die von Geburt an unfreiwillig in der Kirche sind.

Was soll man dazu noch sagen? Was soll denn da rauskommen!

Aber auch in anderen Kirchen gibt es viele Menschen mit unlauteren Motiven. So könnte ein junges Ehepaar auf die Idee kommen, den Zeugen Jehovas beizutreten, damit der Mann nicht zur Bundeswehr muss und auch keinen Ersatzdienst leisten braucht. So suchen sich viele Leute Kirchen nach ihren persönlichen Wünschen. So werden zum Beispiel Schwule sich eine Kirche aussuchen, die Homosexualität duldet oder sogar gutheißt, also zum Beispiel die evangelische Kirche oder im verborgenen auch die katholische. So stellt man natürlich die Bibel völlig auf den Kopf. Und so ist es mit vielen Dingen! Und die Gemeinde wird von vielen Christen der zweiten Generation [also solchen, deren Eltern gläubig sind und die Kinder in die Gemeinden einbringen] als eine Art bessere Freizeitgestaltung verstanden, dort kennt man sich, dort ist man wer..., dort kann man versuchen, eine Nische im gesellschaftlichen Leben zu suchen, die man sonst nicht findet; dort kann man versuchen, den Musiker rauszuhängen oder die Jugendarbeit zu leiten und Schritt für Schritt sich zu profilieren; die weltliche Ordnung hat ja wegen der Arbeitslosigkeit dafür nicht genug Raum. Diese "Christen" kommen natürlich folgerichtig auf immer mehr unbiblische Ideen.

Deshalb gibt es so viele Kirchen und Sekten.

In der politischen Landschaft wird das Parteiengezerre als Freiheit gefeiert (wie auch in der Philosophie), im religiösen Bereich als die Wurzel allen Übels verteufelt. Das gilt durchaus auch für die unermessliche Zahl der Toten durch Kriege. Dass Christen keine Kriege führen weiß jeder, dennoch fällt es scheinbar schwer zuzugeben, dass alle Kirchen, die Kriege geführt haben (auch Verteidigungskriege) nicht von Christus geleitet sind.

Viel bequemer ist die alte Leier, zu sagen, die Christen hätten ja auch Kriege geführt ...

Allerdings vergessen die meisten dabei auch, dass Kirche lange Zeit auch Staat war. Ein Staat muss wehrhaft sein und politische Entscheidungen treffen.


 

Kirchen, Sekten, Katholische Kirche, Kriege, Christen