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Ohne Rücksicht auf den Zeitgeist

Der innere Frieden

11-03-2008

Das Papier der ganzen Welt würde nicht ausreichen, wollte man aufschreiben, was für Milliarden und Abermilliarden Kombinationen von Gedanken gedacht und gestrittenen wurden. Und werden. Wegen der Bibel. Wegen der Wahrheit. Wie ist es denn? Wenn die Bibel die Wahrheit ist, dann ist es doch wohl richtig, wenn wir uns bis auf des Messers Schneide und vom Hundertsten ins Tausendste solange fetzen, bis einer dem andern endlich rechtgibt. Nein. Das ist der böse Geist, den die katholische Kirche ins Christentum gebracht hat.

Aber ist denn jeder Christ so weise und klug, dass er alles richtig sieht? Man hört sagen: Aber wenn ich eine Reise zum Mond unternehmen könnte und nur ein ganz klein wenig von der Richtung abweichen würde, dann würde ich weit am Mond vorbeifliegen! So oder so ähnlich denken die Krieger Gottes, die ohne Unterlass über Christsein oder Nichtchristsein entscheiden, nachdem sie andere Christen mit Fragen traktieren, die von Jesus überhaupt nicht gewollt sind. Und diese Fragen der unfriedlichen Denker werden natürlich nicht weniger ... Auch nach 2000 Jahren nicht. Im Gegenteil. Das ist der Teufel. Aber wie sollten Christen zu diesem Theater stehen, das Tag für Tag getrieben wird? Werfen wir doch einen Blick auf die Ursachen. Es ist erstens der innere Unfrieden, der weit davon entfernt ist, seine Geschwister zu lieben.

Nun, ich höre es ja schon: Wir wollen keinen Glauben der Beliebigkeit! Nein, den will ich auch nicht. Aber der Weg des unendlichen Theologisierens ist falsch. Ist es nicht seltsam, dass so gut wie alle Scribenten die einfachen Aussagen der Bibel ignorieren und in der Regel auch keine Gebote halten wollen? Demgegenüber sprechen dieselben Leute andern den Glauben ab, wenn die zum Beispiel die Lehre von der Dreieinigkeit noch nicht verstanden haben ... (Ich meine hier nicht die Geschwister Zankäpfel, die ein Wolfsgeheul anstimmen, sobald sie das Wort Dreieinigkeit hören -die scheinen eine verfestigte Aversion gegen diese Lehre zu haben- sondern die Geschwister, die sich einfach nicht zu solchen Themen endgültig äußern können, weil ihnen der große Bibelüberblick fehlt. Das sind aber auch Christen! Der Unfriede gegen Gott steckt doch in sehr vielen Gemeinden und bietet somit den Nährboden aller theologischen Verrücktheiten.

Und zweitens die "bei-mir-bleibt alles-wie-es-ist" Mentalität. Wer unserer weisen Neunmalklugen ist denn bereit, sein Leben für andere Christen zu geben. Und zwar heute. Wer ist denn betrübt, wenn von den Folterungen und Hinrichtungen der Urchristen berichtet wird? Oder der verfolgten Geschwister in der heutigen Welt. Wer will denn gern "allem was er hat, absagen" (Lukas 14,33) um seine Jüngerschaft zu besiegeln? Und da haben wir auch die Ursache gefunden. Es ist gelangweilte Geist der weltlichen Christen, die sich gegenseitig vorbeten, wir würden heute in Glaubensfreiheit leben und das Christentum sei demzufolge nur noch religiös gefärbter Humanismus. Und da ist man ja nicht so richtig ausgelastet; da treibt man eben gern etwas Scholastik ... (Ohne Fasten, ohne Weinen, ohne Reue, ohne Knien; am warmen Herd, nachdem der Kontostand geprüft wird zwischendurch Urlaubspläne besprochen werden.)

Dazu aber bräuchte man einen großen Geist. Den würde Gott ja gern schenken, wenn da nicht das Aber wäre. Das "Aber" der Weltlichkeit. Und des inneren Unfriedens mit der Wahrheit. Deshalb stehen all diese Möchtegernlehrer ja auf Kriegsfuß mit dem exegetischen Denken und deshalb sind sie ja -wenn man einmal hinter die Kulissen schaut- voller Unfreundlichkeit und Feind jeder christlichen Gesinnung. Suche doch Christen, die wirklich mit ganzem Herzen an Jesus Christus glauben und denen die Lehren ihrer Kirchen nichts bedeuten und die keinen Geheimzirkeln angehören und die allein das Wort Gottes ehren wollen. Da gäbs keine Zerrereien mehr, auch nicht bei unterschiedlichen Auffassungen über Haarespaltereien. Denn diese Fragen würden ja in der Gemeinde im Gebet dem Herrn vorgelegt.

Aber wer glaubt schon an diese Lehre ...

Und: Die Einheit des Glaubens ist ja Ziel und nicht Weg:

Epheser 4, 11-13

11Und er hat etliche zu Aposteln gesetzt, etliche zu Propheten, etliche zu Evangelisten, etliche zu Hirten und Lehrern,
12dass die Heiligen zugerüstet würden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden,
13bis dass wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes. Amen.

... jedem einzelnen von uns aber ward
die Gnade verliehen nach dem Maß der Gabe
des Christus. Darum heißt es: er ist aufgestiegen in
die Höhe, und hat Gefangene erbeutet und Geschenke
den Menschen gegeben ... Und so hat er auch gegeben
den einen: Apostel zu sein, den andern: Propheten, den
andern: Evangelisten, den andern: Hirten und Lehrer,
behufs der Ausrichtung der Heiligen zum Werke
des Dienstes, zur Erbauung des Leibes des
Christus, bis wir alle gelangen zu Einheit
des Glaubens und der Erkenntnis des
Sohnes Gottes zur vollen Mannheit,
zum Maße des Alters der Fülle
des Christus, auf dass wir ...
wahr seien in der Liebe,
und wachsen in allen
Stücken zu ihm hin

Tipp: Jesus steht auf

Frieden, Bibel, Wahrheit, Einheit des Glaubens, katholische Kirche