Beschneidung nicht als Beispiel

Paulus wird hier von den Irrgemeinden fehlinterpretiert!

Galater 5. 1ff
Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen! -Siehe, ich, Paulus, sage euch: Wenn ihr euch beschneiden lasst, so wird euch Christus nichts nützen. -Ich bezeuge abermals einem jeden, der sich beschneiden lässt, dass er das ganze Gesetz zu tun schuldig ist. -Ihr habt Christus verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, und seid aus der Gnade gefallen. Denn wir warten im Geist durch den Glauben auf die Gerechtigkeit, auf die man hoffen muss. -Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe tätig ist.-Ihr lieft so gut. Wer hat euch aufgehalten, der Wahrheit nicht zu gehorchen? -Solches Überreden kommt nicht von dem, der euch berufen hat. -Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig. Ich habe das Vertrauen zu euch in dem Herrn, ihr werdet nicht anders gesinnt sein. Wer euch aber irremacht, der wird sein Urteil tragen, er sei, wer er wolle.- Ich aber, liebe Brüder, wenn ich die Beschneidung noch predige, warum leide ich dann Verfolgung? Dann wäre das Ärgernis des Kreuzes aufgehoben. Sollen sie sich doch gleich verschneiden lassen, die euch aufhetzen!-Ihr aber, liebe Brüder, seid zur Freiheit berufen. Allein "seht zu, dass ihr durch die Freiheit nicht dem Fleisch Raum gebt; sondern durch die Liebe diene einer dem andern. -Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem (3. Mose 19,18): «Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!»

Aber warum fällt niemandem in den Irrgemeinden auf, dass Paulus NICHT sagt:

Wer auch nur einen Punkt "des Gesetzes" hält, müsste dann logischerweise das "ganze Gesetz" halten. Er ist aus der Gnade gefallen ..."

sondern immer nur:

„Wer sich beschneiden lässt ..."

Kaum einem heutigen Christen in den Irrgemeinden ist klar, dass Paulus die „Beschneidung" nicht etwa als ein Beispiel hinstellt, wohin wir nun ersatzweise auch alle anderen Möglichkeiten einsetzen könnten - so nach der Art:

„Wer den Sabbat hält, ist aus der Gnade gefallen"

„Wer seine Eltern ehrt, ist aus der Gnade gefallen"

„Wer irgendein Gebot hält ist aus der Gnade gefallen"

usw.

sondern dass Paulus ganz präzise und explizit die Beschneidung meint, nämlich als Bundeszeichen des alten Bundes, dem wir nicht mehr angehören. Denn wer den alten Bund eingeht, muss ihn dann auch halten! Wir aber sind getauft in Christus, welches unser Bundeszeichen ist.

Jedem müsste doch auffallen, dass Christen, falls Paulus die Kritik an der Beschneidung nur als Beispiel meinen würde, eine Frage hätten!


Nämlich:

Wenn Paulus mit der Kritik an der Beschneidung eigentlich die "Gebote Gottes im Ganzen" meinen würde, warum sagt er es denn nicht ein einziges Mal und warum fällt ihm dann in all seinen Briefen nie ein anderes "Beispiel" als immer nur die Beschneidung ein?

Und Paulus selbst sagt doch:

"Beschnitten sein ist nichts und unbeschnitten sein ist nichts, sondern: Gottes Gebote halten."
1. Korinther 7,19

Hat Paulus später etwa vergessen, was er in 1. Korinther 7,19 gesagt hatte?

Und ginge das grammatisch / logisch, wenn "beschnitten sein" heißen würde "Die Gebote halten" und "unbeschnitten sein" heißen würde "Die Gebote nicht halten".

trotz des Satz-Endes "sondern: Gottes Gebote halten."?

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