biblische Betrachtungen & mehr - ohne Rücksicht auf den Zeit- oder Kirchengeist!

Vom Gebotehalten

Die 10 Gebote als die "Verfassung", das Grundgesetz Gottes

Dies ist eine ernste Mahnung an Christen, die sich von der These beeindrucken lassen, Christen bräuchten die Gebote Gottes nicht zu halten. Dieser Lehre soll an hier mit Bibelkenntnis entgegengetreten werden. Zuvor wollen wir die Bibelstellen voranstellen, die diese Irrlehre von vornherein in Erklärungsnot bringt. Die Lehre, keine Gebote halten zu müssen -manche sagen sogar: nicht zu dürfen- stützt sich auf Aussagen des Apostel Paulus in seinen Briefen an die Römer, Epheser, Galater und Kolloser. Dort spricht Paulus einige Themen an, die etlichen Bibellehrern unverständlich sind. Daher neigen sie zur Verflachung und ziehen mittels Eisegese verkehrte Schlüsse. Die anderen Aussagen werden ignoriert.

Sollte Paulus seine eigenen Worte an die Korinther vergessen haben, als er seine Briefe zum Beispiel an die Galater, Kolosser und Römer schrieb?

Wir wollen sein eigenes Wort aus 1. Korinther 7,19 zitieren, um eine unbequeme Frage zu stellen: Warum schreibt Paulus dort:

"Beschnitten sein ist nichts und unbeschnitten sein ist nichts, sondern: Gottes Gebote halten."
1. Korinther 7,19

Daraus folgt:

Wenn Paulus also hier explizit das Halten der Gebote hervorhebt, dann kann es keine Stelle in der Bibel geben -und erst recht nicht von Paulus selbst- die die Gläubigen auffordert, mit dem Gebotehalten aufzuhören ...

Lassen wir uns die Worte einmal ganz langsam durch den Kopf gehen:

Paulus sagt in den Augen der Gegner des Gebotehaltens angeblich:

"Beschnitten sein  (=Gottes Gebote halten) ist nichts und unbeschnitten sein (= Gottes Gebote nicht halten) ist nichts, sondern: Gottes Gebote halten. (=??????)"

Wollte Paulus damit wirklich sagen:

"Gottes Gebote halten" ist nichts und "Gottes Gebote nicht halten" ist nichts, sondern "Gottes Gebote halten"?

Dass das nicht geht, liegt auf der Hand! Daran sehen wir, dass Paulus die Beschneidung NICHT als Beispiel fürs Gebotehalten anwendet.

Deshalb ist zunächst wichtig zu lernen, dass Paulus mit "Beschneidung" kein Beispiel meint, das beliebig durch ein Gebot ausgetauscht werden könnte.

Deshalb ist es auch wichtig zu lernen, dass "Gottes Gebote" (10 Gebote auf den Steintafeln, in der Bundeslade)) und das -gesamte- Gesetz Mose (Gesetze und Satzungen auf Papier, neben der Bundeslade) nicht in einen Topf zu werfen sind!

Nur dieses Verständnis löst den ganzen Streit auf, den Irrlehrer in die Christenheit gebracht haben.

Beschneidung ist das Bundeszeichen des Alten Bundes (gesamtes Gesetz Mose) im Gegensatz zur Taufe (neuer Bund). Dies berührt aber nicht die von Gott gegebenen 10 Gebote.

Eine Zusammenschau hilft uns zunächst, einen Argumentevergleich vorzubereiten. Deshalb nun einige Bibelstellen aus dem Neuen Testament mit direkter Weisung, dass Christen Gebote halten sollten:


1Kor

7,

19

-

Beschnitten sein ist nichts und unbeschnitten sein ist nichts, sondern: Gottes Gebote halten

1Jo

2,

3

-

Und daran merken wir, dass wir ihn kennen: wenn wir seine Gebote halten

1Jo

2,

4

-

Wer da sagt: Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner

1Jo

3,

22

-

denn wir halten seine Gebote und tun, was vor ihm gefällig ist

1Jo

3,

24

-

Und wer seine Gebote hält, der bleibt in ihm und er in ihm

1Jo

5,

2

-

dass wir Gottes Kinder lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten

1Jo

5,

3

-

Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten

Off

12,

17

-

zu streiten mit den übrigen... die da Gottes Gebote halten und haben das Zeugnis Jesu Christi

Off

14,

12

-

Hier ist Geduld der Heiligen; hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus

Off

22,

14

-

Selig sind, die seine Gebote halten, auf dass sie Macht haben an dem Holz des Leben

Bitte bedenken:

Es heißt "Gebote", also Mehrzahl.


Das beweist, dass hier nicht lapidar "die Liebe" gemeint sein kann! Auch heißt es ja "Gebote Gottes". Auch die Lehre von der Dreieinigkeit kann nicht machen, dass hiermit allein Forderungen Jesu gemeint sind. Auf solche Gedanken kommen nur diejenigen Christen, die gegen die Gebote Gottes rebellieren wollen.

Auch ist die Lehre von der Dreieinigkeit nicht dazu da, die Worte "Gottes Gebote" so zu verstehen, dass damit lapidar Jesu Weisungen gemeint seien. Paulus hat durchgehend konsequent immer deutlich zwischen Jesus (dem Herrn -kyrios-) und Gott, dem Vater unterschieden. Wenn Paulus "Gott" sagt, meint er immer Gott, den Vater!
siehe Gott und Herr bei Paulus

Da Paulus das Halten der Gebote explizit hervorhebt, kann es keine Bibelstelle geben -und erst recht nicht von Paulus selbst- die Christen oder Juden dazu auffordert, keine Gebote zu halten. Dazu 1. Korinther 7 Vers 19!

Frage des reichen Jünglings nach dem ewigen Leben:

Mat 19,16-21
Und siehe, einer trat zu ihm und sprach: Guter Meister, was soll ich Gutes tun, dass ich das ewige Leben möge haben? Er aber sprach zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut als allein Gott. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote. Da sprach er zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: "Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; ehre Vater und Mutter;" und: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."

Der reiche Jüngling fragte ganz recht:

„Welche?",

da ja das jüdische Gesetzeswerk über 600 Vor­schriften kennt. Jesus nimmt die Frage ernst und antwortet ohne jegliche Gereiztheit, indem er dem Jüngling die 10 Gebote anreißt und gleichzeitig den Hinweis auf die Nächstenliebe aus 3. Mose 19,18 einbringt. Dass die Nächstenliebe die Erfüllung (also die Ausfüllung und nicht etwa die Beendigung) des Gesetzes ist - da das reine Halten der Buchstaben der Gebote ja logischerweise sinnlos ist -, wird vom Neuen Testament großangelegt thematisiert und bietet hier durch seine Fülle natürlich die Möglichkeit zu einem fundamentalen Missverständis, nämlich dass „Erfüllung des Gesetzes" mit „Beendigung des Haltens des Gesetzes" gleichzusetzen sei. Wir wissen bereits, dass 1. Korintherbrief 7,19 , 2. Johannesbrief 1, 6 wie auch Offenbarung 14, 12 usw. schwerwiegende Hindernisse für eine solche Lehre darstellen.

Die richtige Frage lautet also: Welche Gebote?

Logik:

In den Augen der Irrgemeinden dürfte es diese Frage ("welche Gebote") garnicht geben, da es angeblich nur zwei Möglichkeiten gibt: Das "ganze Gesetz Mose" oder garnichts ...

Diese Frage ist nicht dumm und auch nicht provozierend. Nehmen wir nun als Beispiel noch einmal den reichen Jüngling aus Matthäus 19,17-22 im Textvergleich mit Lukas 18, 18-22

Und es fragte ihn ein Oberster und sprach: Guter Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe? Jesus aber sprach zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut als allein Gott. Du weißt die Gebote wohl: "Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis reden; du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren." Er aber sprach: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf. Da Jesus das hörte, sprach er zu ihm: Es fehlt dir noch eins. Verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach!

Warum haben wir nunmehr zusätzlich den Lukastext untersucht?

Den Parallelbericht von Lukas brauchen wir deshalb, weil Jesus [nach der Antwort: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf.] nicht sagt: "Das war ja sowieso der verkehrte Weg", sondern: "Eines fehlt dir noch". Desgleichen bestätigt der Markustext Markus 10, 17-21!

Dies konnte aus dem Matthäusbericht nicht so eindeutig entnommen werden. Der Matthäusbericht wiederum war wichtig, weil er nicht schlechthin sagt:

"Du kennst die Gebote" [wie bei Lukas], sondern explizit deutlichmacht "Halte die Gebote"!

Die Lesung der verschiedenen Evangelien nutzt das Prinzip der Zusammenschau.

Eine sehr wichtige Lese-Methode!

Eines fehlt dir noch!

Was bedeutet denn die Aussage: "Eines fehlt dir noch"?

Die Aussage "Eines fehlt dir noch" bedeutet, dass Jesus Wert auf beides legt. Wie eine Münze zwei Seiten hat, besteht der christliche Glaube aus Nachfolge und Gehorsam gegenüber Gottes Wort.

Jesus macht deutlich: Eins kann ohne das andere nicht sein.

Natürlich verschärft Jesus durch die Aufforderung zur bedingungslosen Nachfolge die Situation, besonders da die Nachfolge nicht fehlen darf; aber die Gebote hebt Jesus durch den Satz: "Eines fehlt dir noch" doch nicht auf; im Gegenteil:

Er hebt sie nicht nur nicht auf, sondern: Er bestätigt die Gültigkeit der Gebote dadurch ausdrücklich!

Natürlich sind das nicht alle Belege aus der Bibel, diese waren aber die direktesten; wir wollen aber geordnet vorgehen.

Auch die Gegner des Gebotehaltens kennen die Bibelstellen. Sie sprechen sie meist nicht von selbst an (!) und versuchen, wenn das Thema nicht zu umgehen ist, folgende Schiene zur Verächtlichmachung der Gebote zu benutzen:

Vorwurf
Stellungnahme von bibelpoint
     

Gebotehalten kann auch Götzendienst sein ... Besser: keine Gebote halten!



Ein abstruser Gedanke, der in der Bibel nicht einmal annähernd konstruiert wird; er stellt auf die Idee ab, dass Christen aus Heuchelei bzw. ohne jeglichen Verstand -sozusagen stur- Gebote halten, was ohne Liebe zu Gott und den Menschen ganz sinnlos ist.
Diejenigen, die dieser Vorwurf tatsächlich trifft, werden das vor Gott rechtfertigen müssen; zum Abschaffen der Gebote kann dieses Argument doch nicht ausreichen. Das wäre ja das gleiche, wie wenn man das gemeinsame Liedersingen oder gar das gemeinsame Gebet des Vater Unser abschaffen würde, nur weil es ja sein kann, dass einige nur lustlos auswändig den Text mitmurmeln ...

Die meinen, sie sollen Gebote halten, "haben die Liebe nicht"!


Das ist ein alter und sehr dummer Vorwurf. Was soll man denn dazu sagen? Wo kommen denn nur derartig feindselige Gedanken her?
Wie oft sagt die Schrift so oder ähnlich:
1Jo. 5:3 Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten.

Gebote halten heißt, die Gnade Gottes ablehnen!


Das ist die zurzeit beliebteste Angriffs-Floskel.
Mit etwas Nachdenken und Schriftkenntnis ist es ganz unsinnig, so etwas zu behaupten; denn nicht die Bibel sondern der Teufel versucht, Gebotehalten und Gnade als Widerspruch hinzustellen. Missverständnis hierbei ist Der Begriff Gesetzlichkeit.


Fahren wir nun fort mit Offenbarung 14,12

Diese Bibelstelle aus Offenbarung 14,12 redet von der Endzeit, dies wird niemand anzweifeln. Daraus folgt eindeutig, dass Christen zu allen Zeiten bis zum Ende - und nicht nur zur Zeit der Alten Kirche - die Gebote Gottes halten.

Ein echter Christ wird sich also nicht lange mit der Frage beschäftigen, ob er Gebote halten wird. Unter der Beweislast der Bibelstellen steht das außer Zweifel. Die ehrliche wie auch wichtige Frage lautet: Welche Gebote?

Wer keine Gebote halten will sollte sich fragen, wie er zur Bibel und somit zu Jesus Wort steht.

Aus gewissen Kreisen kommen immer folgende Töne: entweder alle Gebote der gesamten Bibel oder garkeine!

Und da ja bewiesen sei, dass wir nicht alle mosaischen Gebote halten sollen, siehe hierzu Apostelgeschichte 15, 5-20, müsse das Ergebnis heißen: Keine Gebote! Wie spitzfindig. Trotz der vielen genannten Bibelstellen zum Gebotehalten! Ist das nicht merkwürdig?

Der Prophet Jesaja warnt vor so einer Sichtweise. In Jesaja 24,1ff lesen wir in dem Kapitel über die Endzeit:

Das zukünftige Gottesgericht über die Erde

Siehe, der HERR macht die Erde leer und wüst und wirft um, was auf ihr ist, und zerstreut ihre Bewohner. Und es geht dem Priester wie dem Volk, dem Herrn wie dem Knecht, der Frau wie der Magd, dem Verkäufer wie dem Käufer, dem Verleiher wie dem Borger, dem Gläubiger wie dem Schuldner. Die Erde wird leer und beraubt sein; denn der HERR hat solches geredet. Das Land verdorrt und verwelkt, der Erdkreis verschmachtet und verwelkt, die Höchsten des Volks auf Erden verschmachten. Die Erde ist entweiht von ihren Bewohnern; denn sie übertreten das Gesetz und ändern die Gebote und brechen den ewigen Bund. Darum frisst der Fluch die Erde, und büßen müssen's, die darauf wohnen. Darum nehmen die Bewohner der Erde ab, so dass wenig Leute übrigbleiben.

Dass Jesaja 24 eine Endzeitschau ist, ergibt sich beim Lesen des ganzen Kapitels. Es kann von niemandem bestritten werden, dass Jesaja kritisch vorhersagt: „... denn sie übertreten das Gesetz (Gottes) und ändern die Gebote ..."

Wenn das der Grund ist, dass alle in Jesaja 24 genannten Katastrophen begründet werden mit:

„... übertreten das Gesetz und ändern die Gebote...",

wie kann es dann sein, dass Christen keine Gebote halten?

Ganz im Gegenteil müssten ja die Christen in vorbildlicher Weise die Gebote halten. Denn Jesaja stellt unumstößlich klar, dass Gott von der ganzen Welt das Halten der 10 Gebote verlangt.

Der Prediger Volkhard Spitzer sagte ganz zu recht bezüglich 5. Mose 28,13:
(Predigt auf Anixe, Sa. 14.06.2014, 08:33 Uhr)

Ich kenne Menschen, die diese Worte aus Deuteronomium 28 täglich beten, täglich lesen, verinnerlichen; und bemühen sich, dem Wort Gottes Folge zu leisten;
sie wissen, dass das nicht "ihre Rettung" ist -Rettung kommt durch Jesus, aber Segen kommt durch Einhalten der Gebote Gottes- sie folgen dem Wort Gottes nach, sie nehmen es in Anspruch und es ist offensichtlich, dass sie unter dem Segen und der Führung des lebendigen Gottes stehen.
Volkhard Spitzer (Predigt auf Anixe, Sa. 14.06.2014, 08:33 Uhr)

Manche Juden glauben zwar (verständlicherweise), dass Gott durch Jesaja 24 von der ganzen Welt verlangt, das gesamte jüdische Gesetz Mose zu halten.

Dagegen spricht hier einerseits natürlich für Christen die Aufhebung des alten Bundes durch den Messias - in Übereinstimmung mit den Aussagen der Propheten - und in diesem Zusammenhang das Aposteltreffen in Apostelgeschichte 15, wo das Halten des Gesetzes Mose als Ganzes - das sind die 613 Gebote - vom heiligen Geist als „Joch" abgelehnt wird:

"das weder unsere Väter noch wir haben tragen können"


wie der Apostel Petrus betont (Apg 15,10) wie auch andererseits die Tatsache, dass der Begriff „Gesetz" in der Schrift oft genug die 10 Gebote allein meint.

Trotzem ist das Gesetz Mose gut und das Apostelkonzil in Apostelgeschichte 15 wollte lediglich ein Mindestmaß fordern, das den aus den Heiden bekehrte Christen zunächst auferlegt wurde.

Was später aus dem Gesetz Mose als richtig und gut erkannt wird, wie z.B., dass Gott nicht will, dass Menschen Schweinefleisch essen, ist eine Frage des Lernens bzw. der Erkenntnis.

Dazu nun die diesbezüglich wichtigsten Gedankengänge innerhalb dieser Darlegung:


Wir lernen
In 1. Könige 8,6ff lesen wir:

So brachten die Priester die Lade des Bundes des HERRN an ihren Platz in den Chorraum des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Cherubim. Denn die Cherubim breiteten die Flügel aus an dem Ort, wo die Lade stand, und bedeckten die Lade und ihre Stangen von oben her. Und die Stangen waren so lang, dass ihre Enden gesehen wurden in dem Heiligen, das ist die Tempelhalle, vor dem Chorraum; aber von außen sah man sie nicht. Und dort sind sie bis auf diesen Tag. Und es war nichts in der Lade als nur die zwei steinernen Tafeln des Mose, die er hineingelegt hatte am Horeb, die Tafeln des Bundes, den der HERR mit Israel schloß, als sie aus Ägyptenland gezogen waren. — Als aber die Priester aus dem Heiligen gingen, erfüllte die Wolke das Haus des HERRN, so dass die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus des HERRN.


Hierzu auch zur Bestätigung 2. Chronik 5,10

Und es war nichts in der Lade außer den zwei Tafeln, die Mose am Horeb hineingetan hatte, da der HERR einen Bund machte mit den Kindern Israel ...

Wir lernen
Wir lesen aus 5. Mose 10,3ff:

So machte ich eine Lade aus Akazienholz und hieb zwei steinerne Tafeln zu, wie die ersten waren, und ging auf den Berg und hatte die beiden Tafeln in meinen Händen. - Da schrieb er auf die Tafeln, wie die erste Schrift war, die Zehn Worte, die der HERR zu euch geredet hatte mitten aus dem Feuer auf dem Berge zur Zeit der Versammlung; und der HERR gab sie mir. - Und ich wandte mich und ging vom Berge herab und legte die Tafeln in die Lade, die ich gemacht hatte ...

Die 10 Gebote werden in der Bibel also oft auch "Das Gesetz" genannt
Wenn also vom Gesetz Mose lediglich die „zwei steinernen Tafeln"-

[das sind die 10 Gebote, und sonst nichts! - 5. Mose 10,3-5!]

in der Bundeslade waren, sehen wir also, dass die 10 Gebote "das Gesetz" heißen.

In die Lade kamen nur die „zwei steinernen Tafeln" - das sind die 10 Gebote, und sonst nichts!
Die beiden Gesetzestafeln kamen also in die Bundeslade. [Ein goldener Krug mit Manna und Aarons Stab, der geblüht und Frucht getragen hatte, wurde später hinzugetan.]


In die Bundeslade kamen nicht die gesamten 613 Gesetzesvorschriften!
Sehr wichtig ist deshalb die Schlüsselstelle:

Dass die restlichen Satzungen nicht in sondern neben der Lade lagen, sagt ja die Schrift selbst in 5. Mose 31,26:

Nehmt das Buch dieses Gesetzes und legt es neben die Lade des Bundes des HERRN, eures Gottes, dass es dort ein Zeuge sei wider dich ...

Bibelstelle  

Beispiele: Gesetz liegt in der Lade

2. Mose 25,16

Und du sollst in die Lade das Gesetz legen, das ich dir geben werde

2. Mose 25,21

und in die Lade das Gesetz legen, das ich dir geben werde

2. Mose 25,22

Dort will ich dir begegnen, und vom Gnadenthron aus, der auf der Lade mit dem Gesetz ist

2. Mose 26,34

Und du sollst den Gnadenthron auf die Lade mit dem Gesetz tun, die im Allerheiligsten steht

2. Mose 27,21

In der Stiftshütte, außen vor dem Vorhang, der vor der Lade mit dem Gesetz hängt

2. Mose 30,6

und vor den Gnadenthron, der auf der Lade mit dem Gesetz ist

2. Mose 30,26

Und du sollst damit salben die Stiftshütte und die Lade mit dem Gesetz

2. Mose 30,36

und sollst etwas davon vor die Lade mit dem Gesetz in der Stiftshütte bringen

2. Mose 31,7

die Stiftshütte, die Lade mit dem Gesetz, den Gnadenthron darauf und alle Geräte in der Hütte

Josua      4,16

Gebiete den Priestern, die die Lade mit dem Gesetz tragen


Achtung!

Einige Übersetzer schreiben "Zeugnis" oder "Bundesgesetz" oder sogar "Bundesurkunde" statt Gesetz!

Dies kann durcheinander bringen. Um immer mehr abzulenken, übersetzen manche sogar so, dass nur noch "Bundeslade und "Deckplatte" übrigbleibt ... Also bitte nie aus den Augen verlieren, was gemeint ist (am besten: mehrere Bibeln vergleichen!)

Ein Vergleich:

Guter Textvorschlag!

2. Mose 31,7 Luther 1984

... die Stiftshütte, die Lade mit dem Gesetz, den Gnadenthron darauf und alle Geräte in der Hütte ...

Schlechter Textvorschlag

2. Mose 31,7 NeÜ* Vanheiden

... das Zelt der Gottesbegegnung, die Bundeslade und die Deckplatte darauf und alle Gegenstände im Zelt ...

Einfach nur "Bundeslade" zu übersetzen ist einfach nicht ausreichend, da es das Inneliegen des Gesetzes in keiner Weise impliziert. Dass dies an anderer Stelle schon deutlich ausgesagt wurde, ist kein Grund für solche Übersetzungen!

Wir haben schon genug zu tun mit Erklärungen in einer Zeit, wo die meisten Menschen bei dem Wort "Zeugnis" an ein Schul-oder Arbeitszeugnis denken.

Ergebnis: Es geht aus diesen Bibelstellen ganz deutlich hervor, dass die Tafeln mit den Zehn Geboten bezeichnet werden mit Das Gesetz!

Es hat keinen Sinn weiterzulesen, wenn das nicht verstanden wurde!

Merksatz:

In der Bundeslade waren nur die beiden Tafeln des Gesetzes
→ Mose 10,3-5

Die gesamten anderen Gebote und Satzungen lagen neben der Lade
→ 5. Mose 31,26

Weiterhin kamen später in die Lade nur:

der Stab Aarons → 4. Mose 17, 25

und

der Krug Manna → 2. Mose 16,33

Mehr war in der Lade nicht. Dies ist der einzig entscheidende Schlüsselgedanke!

Dennoch heißt es in den oben genannten Bibelstellen immer:
Die Lade mit dem Gesetz!

Das Gesetz in Diskussionen immer mit den "gesamten alttestamentarischen Regelungen" gleichzusetzen, ist der größte Fehler, eine entscheidende Irrlehre, der heutigen Zeit!

Und nur so erklärt sich dieses oder jene Problem, das sich ergibt, wenn Prediger aus dem Neuen Testament aus irgendwelchen Bibelstellen herauslesen wollen, Christen sollen keine Gebote halten OBWOHL im Neuen Testamant mehrfach ausdrücklich vom Gebotehalten gesprochen wird.

Diese "Lehrer" lesen also nur die Hälfte der Bibel und deuten zusätzlich alle möglichen Bibelstellen, die garnicht vom Gebotehalten sprechen, so, dass es klingt, als wenn diese Stellen das Gebotehalten abgeschafft hätten.

Was Jesus und die Apostel vom Gebotehalten gesagt haben, interessiert dieses Prediger nicht (siehe auch Tabelle oben).

Und nun weiter: Für den neuen Bund (!) sagt der Prophet Jeremia 31, 31-34 voraus:

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, -nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloß, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu fuhren, ein Bund, den sie nicht gehalten haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der HERR; - sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein. - Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: «Erkenne den HERRN», sondern sie sollen mich alle erkennen, beide, klein und groß, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.

Wieso gilt dieser Ausspruch für Christen, also den neuen Bund? Erstens, weil es da explizit steht und zweitens weil der Hebräerbrief 8,10 dies bestätigt:

"Denn das ist der Bund, den ich schließen will mit dem Haus Israel nach diesen Tagen", spricht der Herr:
"Ich will mein Gesetz geben in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich es schreiben und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein ..."
Hebräerbrief 8,10

Welches Gesetz will denn Gott in die Herzen schreiben? Wenn er sagt: „mein Gesetz"!
Es heißt ja nicht ein Gesetz", als gülte es einem anderen, neuen Gesetz, sondern es heißt: mein Gesetz".

Fragen wir uns doch:

Was heißt: "...und ändern die Gebote!.." ? [Jesaja 25,5 ff] Wer oder welche Kirche gibt denn zu, Gebote geändert zu haben? Fast die gesamte Christenheit!

In jedem Kirchenkonzil der katholischen Kirche sind Gebote geändert worden mit der Begründung, es sei nun nicht mehr nötig darauf zu achten, da sich die kulturellen Hintergründe gewandelt hätten usw. Viele christliche Gemein­den lehren, dass die Gebote des Alten und/oder Neuen Testamentes nicht mehr gelten (... übertreten das Gesetz Jesaja 24,5ff in der Endzeitschau).

Die Zehn Gebote haben eine herausragende Bedeutung, sonst gäbe es sie ja nicht als separate Forderung, die deutlich universeller Natur ist. Es bräuchte ja ansonsten nur „das Gesetz Mose" auf den Papierschriftrollen -und nicht separat in Stein- geben mit allen Regeln.

Die Zehn Gebote sind sozusagen die "VERFASSUNG", das Grundgesetz Gottes.


Nur durch "ins Herz schreiben" erklärt sich die Schrift in

1. Mose 26,5 :
"... weil Abraham meiner Stimme gehorsam gewesen ist und gehalten hat meine Rechte, meine Gebote, meine Weisungen und mein Gesetz."

Wie konnte denn Abraham halten, was Gott „mein Gesetz" nennt? Ehe es die Gebote gab! Abraham lebte ja 430 Jahre vor Mose!

Weil er Gott suchte. Dies bezeugt auch König Josia, der den Herrn suchte, noch ehe er das Gesetz kannte und folglich schon die Götzen und Bilder im Lande entfernen ließ ohne die Schrift zu kennen!

Genau das können wir auch von Josia lernen!

Josia von Juda: Fund des Gesetzbuches als Josia 26 Jahre alt war

2. Könige 22,1-8
Acht Jahre war Josia alt, als er König wurde, und er regierte 31 Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Jedida, die Tochter Adajas aus Bozkat. Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN. Er ging ganz den Weg seines Vaters David und wich nicht zur Rechten noch zur Linken ab.

Und es geschah im 18. Jahr des Königs Josia, da sandte der König den Schreiber Schafan, den Sohn Azaljas, des Sohnes Meschullams, ins Haus des HERRN und sagte:

Geh hinauf zum Hohenpriester Hilkija, dass er das Geld ausschütte, das in das Haus des HERRN gebracht worden ist, das die [Priester, die] an der Schwelle wachen, vom Volk eingesammelt haben, damit man es in die Hand der Werkführer gebe, die am Haus des HERRN eingesetzt sind. Die sollen es den Werkmeistern geben, die im Haus des HERRN sind, um die Risse des Hauses auszubessern, den Handwerkern und den Bauleuten und den Maurern, und zum Ankauf von Holz und behauenen Steinen, das Haus auszubessern. Doch soll das Geld, das in ihre Hand gegeben wird, nicht mit ihnen abgerechnet werden, denn sie handeln gewissenhaft. Und der Hohepriester Hilkija sagte zu Schafan, dem Schreiber:

Ich habe im Haus des HERRN das Buch des Gesetzes gefunden. Und Hilkija gab das Buch dem Schafan, und der las es. Und der Schreiber Schafan kam zum König und brachte dem König Nachricht und sagte: Deine Knechte haben das Geld, das ich im Haus vorfand, ausgeschüttet und es in die Hand der Werkführer gegeben, die am Haus des HERRN eingesetzt sind. Und der Schreiber Schafan berichtete dem König weiter: Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben. Und Schafan las es dem König vor. Und es geschah, als der König die Worte des Buches des Gesetzes hörte, da zerriss er seine Kleider.

Und der König befahl dem Priester Hilkija und Ahikam, dem Sohn Schafans, und Achbor, dem Sohn Michajas, und Schafan, dem Schreiber, und Asaja, dem Knecht des Königs, und sagte: Geht hin, befragt den HERRN für mich und für das Volk und für ganz Juda wegen der Worte dieses aufgefundenen Buches! Denn gross ist der Zorn des HERRN, der sich gegen uns entzündet hat, dafür, dass unsere Väter auf die Worte dieses Buches nicht gehört haben, nach allem zu tun, was unsertwegen aufgeschrieben ist ...

Josia war also 26 Jahre alt, als das Gesetzbuch wiederaufgefunden wurde
["im 18. Jahr seiner Herrschaft", er wurde ja mit 8 Jahren König].

Wir lernen:

Josias Wirken in seinem 16. Lebensjahr

In 2. Chronik 34,1ff erfahren wir:
Im achten Jahr seiner Herrschaft fing er an, obwohl er noch jung war, den Gott seines Vaters David zu suchen, und im zwölften Jahr fing er an, Juda und Jerusalem zu reinigen von den Opferhöhen und den Bildern der Aschera, von den Götzen und gegossenen Bildern.

Und er ließ vor seinen Augen abbrechen die Altäre der Baale, und die Rauchopfersäulen oben darauf hieb er ab, und die Bilder der Aschera und die geschnitzten und gegossenen Götzenbilder zerbrach er und machte sie zu Staub und streute ihn auf die Gräber derer, die ihnen geopfert hatten, und verbrannte die Gebeine der Priester auf ihren Altären und reinigte so Juda und Jerusalem. So tat er auch ringsumher in den Städten Manasses, Ephraims, Simeons und bis nach Naftali auf ihren Plätzen. Und als er im ganzen Lande Israel die Altäre und Bilder der Aschera abgebrochen und die Götzenbilder zertrümmert und zermalmt und alle Rauchopfersäulen umgehauen hatte, kehrte er zurück nach Jerusalem ...

Dies war also   v o r   dem Auffinden des Gesetzbuches, da Josia hier 20 Jahre alt war, als der das Land reinigte.

Dementsprechend betrifft 2. Könige 23,24ff die Zeit   n a c h   der Auffindung des Gesetzes, wie wir schon wissen.

[Im Gesetz, das Josia mit 26 Jahren erstmals sah, spiegelt sich also das wider, was Josia vom 26. bis zum 20. Lebensjahr schon verstanden hatte!]

... im achtzehnten Jahr des Königs Josia wurde in Jerusalem dies Passa gehalten dem HERRN.

Auch fegte Josia aus alle Geisterbeschwörer, Zeichendeuter, Bilder und Götzen und alle Gräuel, die im Lande Juda und in Jerusalem zu sehen waren, damit er erfüllte die Worte des Gesetzes, die geschrieben standen in dem Buch, das der Priester Hilkija im Hause des HERRN gefunden hatte. Seinesgleichen war vor ihm kein König gewesen, der so von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften sich zum HERRN bekehrte, ganz nach dem Gesetz des Mose, und nach ihm kam seinesgleichen nicht auf.

Und zeitlich danach (!) :

Das Gesetzbuch wird gefunden und das Volk darauf verpflichtet:

Im achtzehnten Jahr seiner Herrschaft, als er das Land und das Haus des Herrn gereinigt hatte, sandte er Schafan, den Sohn Azaljas, und den Stadthauptmann Maaseja und den Kanzler Joach, den Sohn des Joahas, das Haus des HERRN, seines Gottes, auszubessern.

Wir sehen also, dass Josia „im 8. Jahr seiner Herrschaft", also mit 16 Jahren

- d.h. vor der Auffindung des Gesetzes -

den Herrn suchte und das Land von den Götzen reinigte.

Er hatte also auch, indem er den Herrn suchte, das Gesetz erkannt, genau wie Abraham!

Zur Verdeutlichung in einer Tabelle

Josias Wirken

Alter Begebenheit Reg.-Jahr  Bibelstellen    Parallel             
8 Erbe des Königtums  1 2. Chr. 34,1 2. Kö 22,1
16/17 Josia beginnt Gott zu suchen  8 2. Chr. 34,3
20/21 1. Reinigung Götzen und Bilder 12 2. Chr. 34,3
26/27 Auffindung des Gesetzbuches 18 2. Chr. 34,8 2. Kö 22,3
26/27 Erstes Passa gemäß Gesetz 18 2. Chr. 35,1-19 2. Kö 23,21
39/40 Tod durch König Necho 31 2. Chr. 35,20 2. Kö 23,29


Zur Wiederholung

Seinesgleichen war vor ihm kein König gewesen, der so von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften sich zum HERRN bekehrte, ganz nach dem Gesetz des Mose, und nach ihm kam seinesgleichen nicht auf.

2.Könige 23,25

Wir sehen, dass es einen höheren Sinn geben muss, wenn es in Offenbarung 14,12 heißt:

Hier ist die Geduld der Heiligen! Hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus!

 

Warum sollte die Schrift extra auseinander halten: Gebote Gottes und den Glauben an Jesus!

So klärt sich ganz einfach, was Jesus meinte, als er sagte:

Matthäus 5,17-19

Jesu Stellung zum Gesetz

Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht. Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich. Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

 

Jesus meinte also nicht die Auflösung/Aufhebung des Gesetzes (10 Gebote)!

An dieser Bibelstelle (Matth. 5, 17-19) ist von vielen Leuten rumgedoktert worden.


Die Übersetzungen sind hier einhellig anerkannt!

Neue Genfer Übersetzung
Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz oder die Propheten außer Kraft zu setzen. Ich bin nicht gekommen, um außer Kraft zu setzen, sondern um zu erfüllen. Denn ich sage euch: Solange Himmel und Erde nicht vergehen, wird auch kein einziger Buchstabe und nicht ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen; alles muss sich erfüllen. Wer darum eines dieser Gebote – und wäre es das geringste – für ungültig erklärt und die Menschen in diesem Sinn lehrt, der gilt im Himmelreich als der Geringste. Wer aber danach handelt und entsprechend lehrt, der gilt viel im Himmelreich.

Einheitsübersetzung
Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist. Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.

Hoffnung für alle
Meint nur nicht, ich sei gekommen, das Gesetz und die Worte der Propheten aufzuheben. Ich werde vielmehr beides bekräftigen und erfüllen. Denn das sage ich euch: Auch der kleinste Buchstabe im Gesetz Gottes behält seine Gültigkeit, solange Himmel und Erde bestehen. Wenn jemand auch nur das geringste Gebot Gottes für ungültig erklärt oder andere dazu verleitet, der wird in Gottes neuer Welt nichts bedeuten. Wer aber anderen Gottes Gebote weitersagt und sich selbst danach richtet, der wird in Gottes neuer Welt großes Ansehen haben.

Gute Nachricht Bibel
Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Weisungen der Propheten außer Kraft zu setzen. Ich bin nicht gekommen, um sie außer Kraft zu setzen, sondern um sie zu erfüllen und ihnen volle Geltung zu verschaffen. Ich versichere euch: Solange Himmel und Erde bestehen, wird kein i-Punkt und kein Komma im Gesetz gestrichen. Das ganze Gesetz muss erfüllt werden. Wer also ein noch so unbedeutendes Gebot für ungültig erklärt und die Menschen in diesem Sinne lehrt, wird in der neuen Welt Gottes den letzten Platz einnehmen. Wer es aber befolgt und andere dazu anhält, wird in der neuen Welt Gottes hoch geachtet sein.

Neues Leben
Versteht nicht falsch, warum ich gekommen bin. Ich bin nicht gekommen, um das Gesetz oder die Schriften der Propheten abzuschaffen. Im Gegenteil, ich bin gekommen, um sie zu erfüllen. Ich versichere euch: Solange der Himmel und die Erde bestehen, wird selbst die kleinste Einzelheit von Gottes Gesetz gültig bleiben, so lange, bis ihr Zweck erfüllt ist. Wenn ihr also das kleinste Gebot brecht und andere dazu ermuntert, dasselbe zu tun, werdet ihr auch die Geringsten im Himmelreich sein. Dagegen wird jeder, der die Gesetze Gottes befolgt und sie anderen erklärt, im Himmelreich groß sein.


Jesus sagt, er sei nicht gekommen, dass Gesetz aufzulösen, sondern zu erfüllen! Was aber heißt: „sondern zu erfüllen"? Viele glauben, „erfüllen" heisst für uns „beenden", weil Jesus dieses Gesetz stellvertretend für uns fehlerfrei gehalten [erfüllt] hat und damit seien wir raus aus der Sache.

 

Sie sind nicht bereit darüber nachzudenken, warum Jesus seine Erklärung -wenn er denn schon sagen hätte wollen, dass wir keine Gebote halten brauchen- so enden lässt:

Wenn ihr also das kleinste Gebot brecht und andere dazu ermuntert, dasselbe zu tun, werdet ihr auch die Geringsten im Himmelreich sein. Dagegen wird jeder, der die Gesetze Gottes befolgt und sie anderen erklärt, im Himmelreich groß sein. Matthäus 5,19

Sie lassen sich in einer Art verblendeten Arroganz auch nicht auf den Gedanken ein, dass die gesamte Aussage so überhaupt keinen Sinn machen würde.

Ein typisches Beispiel des Irrtums sehen wir in einer Darlegung der Zeugen Jevovas auf:

Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
http://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/2010084?q=gesetz+erf%C3%BCllt&p=par

Dort heißt es:

„Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen.“

ENDE!

Die Fortführung der NWÜ, der Bibel der Zeugen Jehovas, wird weggelassen:

18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur e i n kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden.

Ein Versehen? Sicherlich nicht,

Denn dann kommt das allbekannte Resümee anhand eines Beispiels:

Aber was bedeutet „erfüllen“? Dazu ein Vergleich: Ein Bauunternehmer erfüllt einen Bauvertrag nicht dadurch, dass er den Vertrag zerreißt, sondern er stellt das Gebäude fertig. Sind alle Arbeiten abgeschlossen und ist der Bauherr zufrieden, ist der Vertrag jedoch erfüllt und der Unternehmer ist nicht mehr daran gebunden. Mit Jesus und dem Gesetz war es ähnlich: Er hat das Gesetz nicht gebrochen -oder den Vertrag zerrissen, um bei dem Vergleich zu bleiben- , sondern er hat es bis ins Kleinste eingehalten. Dadurch hat er das Gesetz erfüllt, und es war für Gottes Volk nicht mehr bindend.
Quelle: Zeugen Jehovas, Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
http://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/2010084?q=gesetz+erf%C3%BCllt&p=par

"Erfüllen" wird also hier mit "Beenden" gleichgesetzt! Das ginge natürlich nicht, wenn man das Bibelzitat bis zum Ende ausgeführt hätte. Ist das der Geist Gottes, der Bibelzitate aus dem Zusammenhang reißt?

So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung

Wir lesen und hören oft:

Römer 13,10
So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.

Es ist eine der schweren Sünden vieler Theologen (nicht nur der Zeugen Jehovas!) unserer Zeit, „Erfüllung" als „Beenden" zu erklären.

Die Bibel meint aber mit "Erfüllung" das "Vollfüllen" wie zum Beispiel einen leeren Krug mit Wasser "voll"-füllen.

So soll auch das Gesetz nicht leer sein, sondern mit Liebe erfüllt!

Auch ist die Übersetzung absolut nicht korrekt. Die urtextliche Wortstellung lautet:

Statt "also" müsste eigentlich "demnach" stehen, aber das heutige "also" hat sich eingebürgert. Mit dem deutschen biblischen lutherischen alten "also" hat unser heutiges "also" nichts zu tun. Das biblische deutsche "also" will die Art und Weise beschreiben. Heute würden wir in diesen Fällen das "al" weglassen.

Erfüllung also des Gesetzes ist [die] Liebe

Diese richtige Wortstellung zeigt die Wahrheit deutlicher. Diese Wortstellung will nicht die Frage aufgeworfen haben, was Liebe ist, sondern was die Vollfüllung des Gesetzes ist.

Auch das lateinische "Plenitudo" zeigt deutlich den Sinn!

Noch im Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm wird unter "Vollheit" plenitudo, fulheyt genannt:

vollheit, plenitudo
VOLLHEIT, f., eigenschaft, zustand des vollseins, fülle mhd. wb. 3, 362b; LEXER 3, 443; JELINEK 880; mnd. vulheit SCHILLER - LÜBBEN 5, 552a; mnld. vol-, vulheit VERWIJS-VERDAM 9, 837; plenitudo, fulheyt DIEFENBACH gl. 442a; ubertas, volheit 608a; copia, volhait nov. gl. 113a; vollheit, plenitudo STIELER 2390; völle, völligkeit, vollheit, pienezza KRAMER 2, 1211c; ADELUNG; CAMPE. -- das im nhd. im ganzen seltene wort hat einschränkung des gebrauchs erfahren, und zwar auf die bedeutung des voll-, gefülltseins in eigentlicher und in freier anwendung, dagegen bezeichnet es nicht mehr wie in älterer sprache reichlichen vorrat, überflusz, reichthum wie fülle.

 

Dieses plenitudo haben also schon die Alten in der lateinischen Bibel benutzt, als die Bibelstelle übersetzt wurde.

Völlig in Übereinstimmung mit all dem steht in fast jeder englischen Übersetzung:

Love does no wrong to a neighbor; therefore love is the fulfilling of the law

 

oder in altem Englisch

Love worketh no ill to his neighbour: therefore love is the fulfilling of the law

 

Das Wort "fulfilling" steht ja eindeutig für Vollfüllen!

 

An einem Beispiel können wir die Korrektheit der Darlegungen nachprüfen:

Kolosser 2, 9

deutsch

Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig

 

griechisch

οτι εν αυτω κατοικει παν το πληρωμα της θεοτητος σωματικως

 

lateinisch

quia in ipso inhabitat omnis plenitudo divinitatis corporaliter

 

englisch

For in him dwelleth all the fulness of the Godhead bodily

 

Wir haben also wieder die Worte (Urtext) πληρωμ, (Latein) plenitudo, (Englisch) fulness, und (Deutsch) Fülle !

 

Diese Worte bedeuten NICHT Erfüllung im Sinne von "Ende", sondern im Sinne von: "Vollgefülltsein"!

Die heutige falsche Wortstellung unserer Übersetzungen impliziert ja regelrecht den Irrtum, dass Liebe ein von Gott akzeptierter Ersatz für das Halten der Gebote sei.

 

Hierdurch werden Liebe und Gebotehalten gegeneinander ausgespielt.

Leider wird dadurch bei etlichen der Blick für den biblischen Zusammenhang verstellt.

Dass beides zusammengehört, wird dadurch noch leichter übersehen, als es eh schon geschieht.

Gibt es denn historische Belege dafür, dass die Christen die Gebote gehalten haben? Ja, und zwar sehr viele. Keine seriöse Glaubensgemeinschaft kann leugnen (und tut es auch nicht), dass Urchristen immer die Gebote Gottes gehalten haben (zum Beispiel auch Sabbathalten und Bilderverbot). Natürlich kommen die modernen Theologen sofort mit ihren Schein-Geschützen:

Heißt es nicht in Römer 14,5 :

"Der eine hält einen Tag für höher als den andern; der andere aber hält alle Tage für gleich. Ein jeder sei in seiner Meinung gewiss ..."


Wie kann denn -könnte man jetzt denken- das Halten des Sabbats für Gott wichtig sein, wenn doch eben gesagt wurde: Der eine hält einen Tag für höher als den andern; der andere aber hält alle Tage für gleich. Ein jeder sei in seiner Meinung gewiss. ...

 

Ja liebe Leute, wo redet denn dieser Text von der Abschaffung der 10 Gebote?

Wir wissen ja aus den Briefen des Paulus, welche Sitten sich in manchen Gemeinden einschlichen:

Galater 4,10-12
Ihr haltet bestimmte Tage ein und Monate und Zeiten und Jahre. - Ich fürchte für euch, dass ich vielleicht vergeblich an euch gearbeitet habe. - Werdet doch wie ich, denn ich wurde wie ihr, liebe Brüder, ich bitte euch ...


Sie hielten „bestimmte Tage ein und Monate und Jahre". Allein der Kontext beweist schon, dass Paulus nicht das Halten des wöchentlichen Sabbats kritisiert hat (... und Monate und Jahre ...).

 

Der Sabbat

Ganz sicher bleibt der Sabbat bestehen, ansonsten würde Jesus ja nicht in einer Endzeiterklärung sagen:

"Bittet aber, dass eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbat. " Mat 24,20


Wenn der Sabbat nicht mehr gelten würde, wäre dieses Jesus-Wort unsinnig! Und zu nicht an ihn glaubenden Juden spricht Jesus hier nicht (bitte den Text im Zusammenhang lesen).

 

Manche sagen:

Ja aber es heisst doch in Kolosser 2,16:

So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise und Trank oder wegen eines bestimmten Feiertages, Neumondes oder Sabbats.

 

Zunächst muss die Frage gestellt werden, wie man darauf kommt, dass Paulus in seinen Aussagen die Worte Jesu aus Mat 24, 20 (siehe oben) außerkraft setzen wollte. Erst dann versteht man besser, dass die Bibelstellen, die immer angebracht werden, dies doch garnicht aussagen!

 

Man beachte das Fehlen eines Artikels vor "Sabbats"! Stünde dort:"... oder des Sabbats", dann wäre alles anders.

 

Folglich ist hier nicht die Rede vom Wochensabbat! Es heißt „wegen eines bestimmten Feiertags, Neumondes oder Sabbats" (Es gibt ja alle Arten von Sabbaten in Israel).

 

Der Grundgedanke von Kolosser 2,16

Wenn man den Grundgedanken von Kolosser 2,16 ausgefaltet denkt, müsste er so geschrieben sein:

So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise und Trank oder wegen eines bestimmten Feiertages, [oder wegen eines bestimmten] Neumondes oder [wegen eines bestimmten] Sabbats.


Und zwar deshalb, weil der Einschub "eines bestimmten" ja wie eine Formel auf alle folgenden Satzelemente hinauswirkt.

Es würde ja ansonsten heißen:

„wegen eines bestimmten Feiertags, Neumondes oder des Sabbats"!

Nur die Anwendung des Artikels würde im Deutschen eine Deutung auf den Wochensabbat begründen.


Doch nun eine Denkaufgabe an alle, die gern einen Schritt weiterdenken:

Nehmen wir dann einmal -rein theoretisch- an, dass Röm. 14,5ff mit der Aussage "Der eine hält einen Tag höher als den andern, der andere aber hält alle Tage für gleich" tatsächlich auf den Wochensabbat abzielen würde -wie gesagt, nur angenommen-, dann vergessen ja die Kritiker, dass Paulus ja gerade nicht das macht, was einige so gern herauslesen!

Paulus stellt sich -theologisch gesehen- nicht mal auf eine der beiden Seiten und lässt auch keine weitere Kritik verlauten. Ganz im Gegenteil: Sein Resümee ist genau umgekehrt indem er sagt:

Der eine hält einen Tag für höher als den andern; der andere aber hält alle Tage für gleich. Ein jeder sei in seiner Meinung gewiss. Wer auf den Tag achtet, der tut's im Blick auf den Herrn ..."

 

Seht ihr, liebe Brüder, wenn Vers 5b und 6 gelten sollen, ist es ja genau verkehrt, diejenigen die etwas halten (hier im Beispiel ist es ein Tag, nämlich der Sabbat) anzugreifen.

Nicht umsonst folgt ja unmittelbar in Vers 10:

"Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du deinen Bruder?"

 

Und kommt denn den Gegnern des Gebotehaltens -innerhalb ihrer Irrlehre- nicht seltsam vor, wie mild Paulus das alles sagt und explizit den, der den Tag hält, in Schutz nimmt!! (Vers 6)

Also wie gesagt, selbst wenn der Abschnitt auf den Wochensabbat abzielen würde (bzw. auf den Sonntag, wie manche meinen), gäbe das niemandem das Recht, auf Geschwister einzuhacken, die den Sabbat halten (oder eben den Sonntag -diese Frage wird separat geklärt-).

 

In einem Traktat einer Gemeinde aus Sachsenheim wird gedroht:

Wenn ich mich unter Beobachtung des Sabbaths stelle, bringe ich mich unter das Gesetz, das mir nur Verdammnis bringen kann der Sünde wegen, und als Endziel den Zorn Gottes (Röm.4,15). Da ist keine Vergebung. Es ist gefährlich, Gottes Gnade zu verdunkeln! ...

 

Diese falsche Auffassung findet man im Internet zu tausenden!

Seht doch, ihr Lieben, wo die Schrift sagt, "ein jeder sei seiner Meinung gewiss", wird heute von den Gegnern des Gebotehaltens gedroht. Und zwar mit Absprechung der Vergebung und folgender Verdammnis. Ist das nicht ein starkes Stück?

Aber sagt Paulus nicht ganz klar?:

Galater 5. 1ff
Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen! -Siehe, ich, Paulus, sage euch: Wenn ihr euch beschneiden lasst, so wird euch Christus nichts nützen. -Ich bezeuge abermals einem jeden, der sich beschneiden lässt, dass er das ganze Gesetz zu tun schuldig ist. -Ihr habt Christus verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, und seid aus der Gnade gefallen. Denn wir warten im Geist durch den Glauben auf die Gerechtigkeit, auf die man hoffen muss. -Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe tätig ist.-Ihr lieft so gut. Wer hat euch aufgehalten, der Wahrheit nicht zu gehorchen? -Solches Überreden kommt nicht von dem, der euch berufen hat. -Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig. Ich habe das Vertrauen zu euch in dem Herrn, ihr werdet nicht anders gesinnt sein. Wer euch aber irremacht, der wird sein Urteil tragen, er sei, wer er wolle.-Ich aber, liebe Brüder, wenn ich die Beschneidung noch predige, warum leide ich dann Verfolgung? Dann wäre das Ärgernis des Kreuzes aufgehoben. Sollen sie sich doch gleich verschneiden lassen, die euch aufhetzen!-Ihr aber, liebe Brüder, seid zur Freiheit berufen. Allein "seht zu, dass ihr durch die Freiheit nicht dem Fleisch Raum gebt; sondern durch die Liebe diene einer dem andern. -Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem (3. Mose 19,18): «Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!»

 

Zunächst: Hier meint Paulus mit "das ganze Gesetz" das gesamte Alte Testament mit allen Regelungen (das geht ja weiterhin).

Aber warum fällt niemandem auf, dass Paulus NICHT sagt:

Wer auch nur einen Punkt des Gesetzes hält, müsste dann logischerweise das ganze Gesetz halten. Er ist aus der Gnade gefallen ..."

 

sondern:

„Wer sich beschneiden lässt ..."

 

Kaum einem heutigen Christen ist klar, dass Paulus die „Beschneidung" nicht etwa als ein Beispiel hinstellt, wohin wir nun ersatzweise auch alle anderen Möglichkeiten einsetzen könnten - so nach der Art:

„Wer den Sabbat hält, ist aus der Gnade gefallen"

„Wer seine Eltern ehrt, ist aus der Gnade gefallen"

„Wer irgendein Gebot hält ist aus der Gnade gefallen"

usw.

 

sondern dass Paulus ganz präzise und explizit die Beschneidung meint, nämlich als Bundeszeichen des alten Bundes, dem wir nicht mehr angehören. Denn wer den alten Bund eingeht, muss ihn dann auch halten! Wir aber sind getauft in Christus, welches unser Bundeszeichen ist.

Jedem müsste doch auffallen, dass Christen, falls Paulus die Kritik an der Beschneidung nur als Beispiel meinen würde, eine Frage hätten!

 


Nämlich:

Wenn Paulus mit der Kritik an der Beschneidung eigentlich die "Gebote Gottes im Ganzen" meinen würde, warum sagt er es denn nicht ein einziges Mal und warum fällt ihm dann in allen seinen Briefen nie ein anderes "Beispiel" als immer nur die Beschneidung ein?

 

Und Paulus selbst sagt doch:

"Beschnitten sein ist nichts und unbeschnitten sein ist nichts, sondern: Gottes Gebote halten."
1. Korinther 7,19

Hat Paulus später etwa vergessen, was er in 1. Korinther 7,19 gesagt hatte?

Und ginge das grammatisch / logisch, wenn

"beschnitten sein" heißen würde:
"Die Gebote halten" und

"unbeschnitten sein" heißen würde:
"Die Gebote nicht halten".

trotz des Satz-Endes
"sondern: Gottes Gebote halten." ? Natürlich ginge das garnicht.

Die Antwort liegt in Verbindung mit 2. Kor. 7,19 klar auf der Hand.

 

Gerade Paulus verweist doch auf den Inhalt der 10 Gebote, als er davon spricht, dass die Liebe die Erfüllung ist! Römer 13,8-10

-Seid niemandem etwas schuldig, außer, dass ihr euch untereinander liebt; denn "wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt. -Denn was da gesagt ist (2. Mose 20,13-17): «Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht begehren», und was da sonst an Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefasst (3. Mose 19,18): «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.» -Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Erfüllung des Gesetzes die Liebe. [Wortstellung des letzten Satzes laut Urtext]

 

Lasst uns doch vernünftig werden. Jesus hat uns doch deutlichgemacht, dass das ganze Gesetz an zwei Geboten hängt:

Matthäus 22, 34-40
Als aber die Pharisäer hörten, dass er den Sadduzäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. - Und einer von ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und fragte: Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz? - Jesus aber antwortete ihm: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt» (5. Mose 6,5). - Dies ist das höchste und größte Gebot. - Das andere aber ist dem gleich: «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst» (3. Mose 19,18). - In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten."

 

Das höchste Gebot ist, den Herrn zu lieben von ganzem Herzen usw. Dann aber sollst du deinen Nächsten lieben ...


Fragt euch doch ganz ehrlich:

Wir haben zwei Tafeln der 10 Gebote: Die erste Tafel, die unser Verhältnis zu Gott betrifft und die zweite Tafel, die unser Verhältnis zum Nächsten betrifft!

Was bedeutet denn nun :"Liebe deinen Nächsten ..." Doch nicht die Aufhebung der 2. Tafel!

 

Sondern wenn ich meinen Nächsten liebe, kann ich ja nicht der 2. Tafel trotzen und somit töten, begehren, stehlen.

So lebt die 2. Tafel in unseren Herzen und wird nicht umgekehrt! Doch lebt diese 2. Tafel aus Liebe („Erfüllung") und nicht aus Buchstabentreue (wie ein Musiker, der seine Melodie nun ohne Noten spielt; nicht aber ein anderes Lied!).

 

Das meinte die Schrift, als sie sagte:

2. Korinther 3. 5-6
Nicht dass wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern dass wir tüchtig sind, ist von Gott, -der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des ''neuen Bundes, nicht des Buchstabens. sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.

 

Der Buchstabe tötet, heißt doch nicht, dass wir nun gegen das Gesetz handeln sollen, nur um zu beweisen, dass wir in der Gnade Christi leben!

Bleiben wir doch vernünftig. Redet nicht die Schrift vom großen Abfall?

2. Thess 2,3
Lasst euch von niemandem verführen, in keinerlei Weise; denn zuvor muß der Abfall kommen ...

 

Sagt nicht Jesus von der Zeit seines Kommens:

Lk 18,8 :
Doch wenn der Menschensohn kommen wird, meinst du, er werde Glauben finden auf Erden?

 

Wenn aber der heilige Geist in uns bewirkt, dass wir unseren Nächsten lieben wie uns selbst; und wenn das logischerweise nicht die 2. Tafel zu Fall bringt (sondern sie mit Liebe erfüllt), wie soll denn dann unsere Liebe zu Gott sein, wenn wir glauben, dass diese Liebe die 1. Tafel außerkraft setzt?

 

Das kommt nicht von dem, der uns berufen hat, sondern ist der Geist des Widersachers, der großen Hass hat auf alles was da Gottes ist, besonders auf die Gebote. Warum sagt denn Johannes in seiner Offenbarung

Offb 14,12
Hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus.

 

Jetzt muss sich jeder entscheiden, denn das Ende ist nah!

Entweder gilt die heilige Schrift oder wir machen immer so weiter als das Christentum, das die törichten Jungfrauen darstellt. Das Schlagwort: „Freiheit vom Gesetz (Mose)" ist doch kein Freibrief, Gottes Wort und seine Gebote zu missachten.

 

Danken wir lieber täglich unserem Herrn, dass er uns vom Gesetz Mose der 613 Regeln befreit hat, aber als Kinder Abrahams haben wir doch auch ein Gesetz, wie geschrieben steht:

1. Mose 26, 5
Weil Abraham meiner Stimme gehorsam gewesen ist und gehalten hat meine Rechte, meine Gebote, meine Weisungen und mein Gesetz.

 

Das war doch 430 Jahre vor Moses!

Galater 3,17
Liebe Brüder, ich will nach menschlicher Weise reden: Man hebt doch das Testament eines Menschen nicht auf, wenn es bestätigt ist, und setzt auch nichts dazu. - Nun ist die Verheißung Abraham zugesagt und seinem Nachkommen. Es heißt nicht: und den Nachkommen, als gälte es vielen, sondern es gilt einem: «und deinem Nachkommen» (1. Mose 22,18), welcher ist Christus. - Ich meine aber dies: Das Testament, das von Gott zuvor bestätigt worden ist, wird nicht aufgehoben durch das Gesetz, das vierhundertdreißig Jahre danach gegeben worden ist, so dass die Verheißung zunichte würde. - Denn wenn das Erbe durch das Gesetz erworben würde, so würde es nicht durch Verheißung gegeben; Gott aber hat es Abraham durch Verheißung frei geschenkt ...

 

War denn Abraham gesetzlos wenn die Schrift sagt, er hielt Gottes Gesetz? Ist Abraham nun nicht unser Vater?

Jakobus 2
21Ist nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerecht geworden, als er seinen Sohn lsaak auf dem Altar bereit gewesen war, zu opfern? 22Da siehst du, dass der Glaube zusammengewirkt ...

 

So lasst uns auch so glauben wie er und nicht Gottes Gesetz verstoßen.


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Der RFID-Chip wird nun nach langer Testphase den Menschen in die Hand implantiert: die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, siehe CEbit im März 2016

 

 

Ich lese in der Bibel und weiß, dass Gottes Wort die Wahrheit ist. Ich werde niemals den RFID-Chip in die Hand einpflanzen lassen, weil ich in Offenbarung 13 gelesen habe, was es damit auf sich hat und Gott die Ablehnung dieses Zeichens strengstens befohlen hat. Echte Christen lehnen das Zeichen ab und gehen dann in die Große Trübsal. Ich vertraue in all den Zeiten auf unseren Herrn, Jesus Christus. Viele Irrlehrer werden sagen, das sei nicht das Zeichen des Tieres. Im März 2016 haben sie nun -nach jahrelangen Tests- auf der CEbit ein ausgereiftes Modell des RFID-Chips vorgestellt und viele lassen sich nun chippen; zunächst scheinbar nur freiwillig, aber so ist es immer: erst freiwillig und dann gehts nur noch so! Wer nicht mitmacht, hat keinen Ausweis und kein Konto; kann nicht mehr kaufen und verkaufen. So steht es im Buch der Offenbarung geschrieben. Uns wird aber der Nutzen vor Augen geführt (wegen der vielen Verbrechen ... es ist also alles gut eingefädelt von den da oben, die das Sagen haben und nicht Gottes Willen in Sinn haben).

 

Die CEbit 2016, der Chip steht vor der Tür

Warum sehr viele "Christen" das Zeichen des Tieres annehmen werden:

Es gibt verschieden Gründe. Die einen glauben nicht so richtig an die Bibel. Die andern (z.B. Adventisten) sagen, das Zeichen des Tieres ist ein Sonntagsgesetz und biegen mit viel Mühen und Unlogik die Bibelstellen aus Off. 13 ins Geistliche. Wieder andere glauben an die Vorentrückung. Und genau das ist eine teuflische Falle!

Irrtum Vorentrückung

Brief an Dr. Lothar Gassmann

 

Fußballspielen im Himmelreich?

Es gibt keine Blödheit im sogenannten Wohlfühl-Evangelium, die es nicht gibt:
Aber Herr Jürgensen!

Das falsche Weltbild vom Universum

Prophezeiung Goldentwertung über Nacht 

oder:
Der große geplante Coup der neuen Weltordnung

Prophezeiung gegen die Ratschläge der Experten