biblische Betrachtungen & mehr - ohne Rücksicht auf den Zeit- oder Kirchengeist!

Irrtümer sexualfeindlicher Lehren

Es gibt eine Reihe sexualfeindlicher Lehren in verschiedenen Religionen. So ist auch die Auffassung der Hare Krishna Bewegung  verfehlt und völlig an der Natur der Schöpfung vorbei.

Hauptpunkt sexualfeindlicher Lehren ist das Dogma, Sex sei nur zur Kinderzeugung da.

Nun kann uns egal sein, warum sich die Mitglieder der Hare Krishna Bewegung so verhalten wollen und ihre von Gott gegebene Natur unterdrücken. Wenn es aus reinen freien Stücken mit dem innersten Wesen übereinstimmt, ist es ja wirklich gut.


Aus einer Darlegung der Hare Krishnas

Quelle: http://www.iskcon-heidelberg.de/iskcon-heidelberg/dt/philosophie/prinzipien.php [URL später erloschen]


 

Wenn es aber auf ein zwangsweises Unterdrücken der von Gott gegebenen Sehnsucht nach dem anderen Geschlecht hinausläuft, ist es falsch. Ohne inneren eigenen Wunsch nach zölibatärem Leben sitzt ein massiver Zwangs- und somit Vergewaltigungsmechanismus im Hintergrund.

Das ist faktisch immer dann der Fall, wenn der "Wunsch" nach Enthaltsamkeit erst in Folge einer Gehirnwäsche entsteht und sich selbst damit begründet (Erfüllung von Erlösungsgedanken wie z.B. zur Erreichung bestimmter "Bewusstseinsstufen", während er innerlich vom wahren Selbst nicht mitgetragen wird!).

Nun kann aber jeder glauben was er will und soweit ich weiß, entscheidet sich fast jeder für die Religion, die ihm zusagt oder die seiner Vorfahren [statt auf der Suche nach Wahrheit zu sein].

Da die Hare Krishnas ja an einen Gott [bzw. Götterwelt] glauben, den es nach christlicher Erfahrung nicht gibt und Christen an einen Gott mit seiner Himmels- und Engelswelt glauben, von dem die Hare Krishnas sagen, dass es ihn (so) nicht gibt und letztlich den Gott der Bibel (und die Bibel) als eine Art Teufel darstellen, entzieht sich solcherart Glauben unserer Urteile.

Deshalb nur kurz:

Die Hare Krishnas sind der Überzeugung: Verlangen nach Sex - Teil einer anerzogenen Natur

Quelle: www.harekrsna.de/erotisches-prinzip.htm


Hare Krishnas

"[Durch den Prozeß der Abstraktion können wir nur zu negativen Ergebnissen kommen.] In unserem jetzigen gefallenen Zustand suggeriert uns Sexualität die Vorstellung von einer sinnlichen Unreinheit, weil unsere gegenwärtige Sichtweise selbst sinnlich ist. Dieses Gefühl von Unreinheit ist in Wahrheit nur die Auswirkung einer Nichtübereinstimmung jeder materiellen, begrenzten, unbewußten Substanz mit dem Wesen der Seele. Wir befinden uns mit dem Gegenstand unseres Denkens nicht auf derselben Ebene, sondern sind mit diesem auf höchst unnatürliche Weise verknüpft. Dieses Verlangen ist die Empfindung von Unreinheit und Abscheu. Solange wir weiterhin mit sehnsüchtigem Blick nach Sex Ausschau halten, können wir nicht anders davon denken. Aber dieses Verlangen ist auch Teil unserer gegenwärtigen anerzogenen Natur und wird uns nicht verlassen, bis wir in der Lage sein werden, diese zweite Natur abzulegen."


bibelpoint

Mit wirren Ausführungen wie eben gelesen verdrehen die Hare Krishnas letztlich die Grundsätze der gottgewollten biologischen Menschlichkeit und der schöpfungsinternen Gefühle.

(Natürlich fehlt auch in den Ausführungen der Hare Krishnas nicht der polemische Trick "Solange wir weiterhin mit sehnsüchtigem Blick [!] nach Sex Ausschau halten"; eine typische Methode, schon mit der Anwendung der Sprache alle Implizierungen zu nutzen, andere Ansichten gefühlsmäßig ins Unrecht zu setzen. Ein Trick, der immer wieder Erfolg hat.)

Denn der von Gott geschaffene Mensch empfindet ja gerade nicht, dass ihm "Sexualität die Vorstellung von einer sinnlichen Unreinheit suggeriert".

Diese verkehrte Prämisse der Hare Krishnas setzt ja voraus, dass wir innerlich Sex als etwas Unreines empfinden (wo das der Fall ist, dann doch gerade durch falsche Religionen und verklemmte Erziehung).

Also: Die Hare Krishnas sagen, dass der gefallene Zustand die Ursache dafür ist, dass wir Sexualität als etwas Unreines empfinden.

Wieso sollte der gefallene Mensch so denken? Er ist ja grundsätzlich für (und nicht gegen) triebhaftes Leben.

Was wollen denn die Hare Krishnas letztlich sagen? Dass, wenn wir nicht "gefallene Menschen" wären, uns Sexualität als etwas Reines empfinden würden? Und jetzt -weil wir gefallene Menschen sind- als etwas Unreines?

Das stellt ja die Logik auf den Kopf.

Es würde ja auch bedeuten, dass man den Menschen die Freude an der körperlichen Liebe absprechen will, mit der Begründung, dass wir "gefallene Menschen" seien.

Wer soll da eine höhere Logik erkennen? Ist Sexualität Teil der "anerzogenen Natur", wie oben von den Hare Krishnas erklärt, wodurch soll das denn "anerzogen" sein? Das Liebesspiel als Geschenk Gottes für Mann und Frau ist ein Gedanke, den sexfeindliche Kräfte nicht dulden.

Die sexualfeindlichen Irrgeister aus dem christlichen Bereich

Hinterhältiger und theologisch schwieriger sind die sexualfeindlichen Lehren aus den eigenen Reihen, also aus Kirchen und Sekten.

Als typisches Beispiel wollen wir hier den sexualfeindlichen Prediger Wolfgang Ruland nehmen.

In großen Lettern "klärt" er in Traktaten und im Internet die Christenheit auf und agiert dabei mit einer Halblogik, die all seinen Heftchen und Traktaten zu eigen sind.

Wir wollen das hier betrachten und mit der Bibel abgleichen:

Der Fall Ruland (*siehe Anmerkung ganz unten, aber auch: die Seite "Aber Herr Ruland!")

Achtung! Auf der hier angebenen URL ändert Ruland ständig als Reaktion auf Kritiken die Inhalte ohne dies kenntlich zu machen. Natürlich kann bibelpoint das nicht ständig prüfen und nacharbeiten!

Dez. 2013: Herr Ruland hat sich gemeldet und bittet um Korrekturen; siehe dazu unten letztes Kapitel.


Es bleibt aber dabei: Betrachtungen von Publikationen Herrn Rulands beziehen sich immer auf die publizierte Fassung. Wenn Herr Ruland nach Monaten eine "Verbesserung" hochlädt, dann ist das ganz seine Sache. In Zukunft wird bibelpoint  eine Arbeitsgrundlage als Nachweis speichern!

Dies gilt insbesondere für die neue kritische Seite "Aber Herr Ruland!"

Auf www.bekehrdich.de/kinderzeugung fällt Ruland wieder voll aus dem Rahmen und poltert los: Sex nur zur Kinderzeugung!


Ruland

Um es zuvor ganz klar zu sagen: Wenn du es kein Jahr aushältst ohne Selbstbefriedigung oder ohne Sex mit einem Partner zu haben, dann bist du ein sex-süchtiger Mensch!

Die Begründung liegt für Ruland auf der Hand:

Denn jede Sucht besteht darin, dass der Süchtige immer wieder etwas haben muss, was andere Menschen nicht haben müssen, z.B. muss ein Drogen-Süchtiger immer wieder seine Drogen haben, aber andere Menschen können prima ohne Drogen leben. Dasselbe gilt sinngemäß für Tabak-Süchtige und Alkohol-Süchtige. Und dasselbe gilt auch für Sex-Süchtige!

bibelpoint

Ach so ist das! Sexualität als körperliche Funktion zur erotischen Liebe und Kinderzeugung ist für Ruland direkt vergleichbar mit "Drogenkonsum". Während also ein Drogensüchtiger "immer wieder etwas haben muss", können andere Menschen "prima ohne Drogen leben".

Das sind willkürliche Vergleiche, die nicht geeignet sind, dieses Thema zu klären.

Als Gott das Menschenpaar geschaffen hat und gesagt: Seid fruchtbar und mehret euch! -1.Mose 1,22- hatte er ihnen ja einen natürlichen Drang gegeben, nämlich eine natürliche unwiderstehliche Anziehungskraft zwischen Mann und Frau. Dieses Geheimnis ist groß und ein Geschenk Gottes.

Wie dumm muss jemand sein, der dieses Gefühl mit einer unnatürlichen und ekelhaften Drogensucht vergleicht und daraus seine Schlüsse ziehen will! Und warum gleich alles durcheinander: Wenn du es "kein Jahr aushältst", und "Selbstbefriedigung" gehört laut Ruland gleich ins Thema rein und prompt in den ersten Satz.

Und: Imgrunde essen wir auch regelmäßig. Wie möchte Wolfgang Ruland das einordnen?

Um einem Missverständnis vorzubeugen:

Natürlich hat Gott die Sexualität beim Menschen so eingerichtet, dass sie beherrschbar sein soll; und natürlich gibt es auf diesem Gebiet Missbrauch und auch Sucht; aber das steht wieder auf einem ganz anderen Blatt. Es gibt ja auch Freßsucht! Da kann ich ja nun nicht gegen das normale essen predigen.

Was Ruland und Konsorten nicht bedenken weil sie meistens überhaupt nicht tieferdenken:

Sie unterstellen den Bischöfen (also dem Ältestenkollegium) des Urchristentums ganz konkret "Sexsucht" und unterstellen Paulus, dies gerade für Bischöfe im 1. Brief an Timotheus auch noch explizit geregelt zu haben!!

1Das ist gewißlich wahr: So jemand ein Bischofsamt begehrt, der begehrt ein köstlich Werk. 2Es soll aber ein Bischof unsträflich sein, eines Weibes Mann, nüchtern, mäßig, sittig, gastfrei, lehrhaft, 3nicht ein Weinsäufer, nicht raufen, nicht unehrliche Hantierung treiben, sondern gelinde, nicht zänkisch, nicht geizig, 4der seinem eigenen Hause wohl vorstehe, der gehorsame Kinder habe mit aller Ehrbarkeit ...
1. Timotheus 1, 1-4

Wenn an den Thesen von Ruland & Co. auch nur ein Wort wahr wäre, dann behaupten diese Leute damit, dass Paulus "sexsüchtige" Christen ausdrücklich als Bischöfe vorschlägt bzw. kommentarlos duldet und deren Ehe mit keiner Silbe brandmarkt (als habe er seine eigentliche Meinung "vergessen").

Ganz im Gegenteil!:

Der 1. Timotheus 1, 1-4 Text lässt eher an eine positivistische Aufforderung zu heiraten denken als an einen paulischen Seufzer mit hochgedrehten Augen!

Analog dazu in der gleichen Intention steht der paulische Satz: "Ich will nun, dass jüngere Witwen heiraten, Kinder gebären ..." (1. Timotheus 5, 14). Dennoch ist die Aussagekraft bei den Bischöfen viel deutlicher - denn bei den jüngeren Witwen gibt es ja den Verwicklungskontext eines Gelübdes [Aufnahme in die Witwenliste], welches dann später bei Begehren eines Mannes gebrochen werden würde. Bei Bischöfen gibt es keinen solchen Kontext!


Liebe Leute, man muss die Bibel schon richtig lesen!

Zugegeben: 1. Timotheus 1, 1-4 sagt "eines Weibes Mann" als Zahlwort. Das heißt, Bischof sollte laut Paulus niemand sein, der mehrere Frauen hat (ein nicht unwahrscheinlicher Fall).

Aber Paulus müssten sich doch beim Schreiben dieser Zeilen trotzdem bzw. erst recht (!) die Haare sträuben, wenn er diese Irrlehren von Ruland & Co. gutheißen würde!

Es ist ja gerade Paulus, der im gleichen Brief weiter lehrt:

1Der Geist aber sagt deutlich, daß in den letzten Zeiten werden etliche von dem Glauben abtreten und anhängen den verführerischen Geistern und dämonischen Lehren 2durch die, so in Heuchelei Lügen reden und an ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind, 3die da gebieten, nicht ehelich zu werden und zu meiden die Speisen, die Gott geschaffen hat zu nehmen mit Danksagung, den Gläubigen und denen, die die Wahrheit erkennen. 4Denn alle Kreatur Gottes ist gut, und nichts ist verwerflich, das mit Danksagung empfangen wird; 5denn es wird geheiligt durch das Wort Gottes und Gebet.
(1. Timotheus 4, 1-5)

Paulus würde nie von "dämonischen Lehren" reden, "die da gebieten, nicht ehelich zu werden",

wenn er sich insgeheim über solche Verbote "freuen" würde, wenn er denn schon -vorausgesetzt, Leute wie Ruland hätten recht- die Ehe als "Notventil sexsüchtiger Christen" ansehen würde.

Daran sehen wir, dass diese sexualfeindlichen Irrlehrer den Kontext paulinischer Aussagen völlig verkehrt herum aufarbeiten.

Denn diesem Paulus, der gesagt hat:

15Etliche zwar predigen Christum auch aus Neid und Streit, etliche aber auch aus gutem Willen. 16Diese aus Liebe, indem sie wissen, daß ich zur Verantwortung des Evangeliums gesetzt bin; 17jene aus Streitsucht verkündigen Christus nicht lauter, indem sie meinen Banden Trübsal zu erwecken gedenken. 18Was denn? Wird doch auf alle Weise, sei es aus Vorwand oder in Wahrheit, Christus verkündigt ...

Also dem Paulus, der gesagt hat, dass ihm die Motivation eines Predigers nicht primär wichtig ist, wenn er denn Christus predigt, diesem Paulus wäre es doch egal, wenn Prediger das Ehelichen verbieten ("Ist doch prima", müsste Paulus doch denken!) Aber dass er selbst es "dämonische Lehren" nennt, spricht Bände!

Diese Irrlehrer denken, dass sie nicht mit den "dämonischen Lehren" gemeint sind, da sie ja nicht "verbieten", sondern nur massiv hetzen [mit dem Hintergrund, dass Sexualität eigentlich Sünde wäre ...]; allein in Gottes Augen wird es einst keinen Unterschied machen. Denn sie verunsichern -indem sie sich als Lehrer aufblasen [im Sinne, sie seien Gottes Sprecher auf Erden]- die einfältigen oder ungefestigten Gemüter und "verbieten" in dem Sinne schon!

Allein an diesen Beweisen sehen wir, in welchen Irrtümern sexualfeindliche Geister schwelgen und wie wertlos irgendwelche Zitate nachpaulinischer Irrlehrer sind.

Wenn schon Abweichler wie Justin von Ruland zitiert werden, dann wird man doch trotzdem fragen dürfen, was Ruland denkt, wie Justin es meint: Warum sagt Justin nicht: Wir Christen leben (eigentlich alle) im Zölibat, nur die, die leider noch nicht frei von der Sexsucht sind, heiraten (sozusagen "leider"...).

Nun weiter zum Fall Ruland (*siehe auch Anmerkung ganz unten):

Ruland

Denn auch heute gibt es noch kerngesunde Eheleute, die Sex nur zur Kinderzeugung betreiben und jahrelang ohne Sex es prima aushalten können. Das war von Anfang an in der Christenheit auch so üblich, wie es der Märtyrer Justin (hingerichtet im Jahr 165) in seiner Ersten Apologie Kapitel 19 bezeugt: „Wir Christen heiraten nur zu dem Zweck, Kinder aufzuziehen, oder wir bleiben völlig enthaltsam!“


bibelpoint

Hier irrt Ruland. Denn schon Justin steht im Widerspruch zum Neuen Testament und gehört eigentlich zu der Riege der ersten Häretiker. Für Christen ist einzig die Bibel maßgeblich.

Besonders der Apostel Paulus, der selbst allerdings die Gabe der Ehelosigkeit besaß, äußert sich positiv zur regelmäßigen Sexualität in der Ehe für Christen, die nicht die Gabe zum Zölibat haben. Paulus zur Ehe

Enthaltsamkeit durch Doktrin?

Alle Bibelstellen zur Sexualität basieren auf der von Gott geschenkten Anziehungskraft zwischen Mann und Frau. Diese Anziehungskraft ist unwiderstehlicher Natur und kann nur durch Sehnsucht nach Zölibat -nicht aber durch eine Doktrin- umgangen werden.

In der Ehe ist die sexuelle Lust die Grundlage der Liebe. Ohne sie bleibt sie platonisch und geht über den Begriff der Freundschaft (bzw. Liebe im Sinne von Agape) nicht hinaus. Die Sexualität wird aus biblischer Sicht nicht lediglich vernunftsgemäß sporadisch benutzt, um ein Kind zu zeugen.

Wenn das so wäre, würde Gott uns nicht mit den lustempfindlichen Körperteilen ausgestattet haben, sondern hätte uns lediglich eine Möglichkeit zum Kinderzeugen in biologischer Hinsicht gegeben (mechanisches Befruchtungsritual vergleichbar mit Händeschütteln oder Urinieren oder Essen).

Die Auffassung, dass (täglicher oder regelmäßiger) Sex in der Ehe ein von Gott gespendetes Geschenk an die Menschen ist und mit dem seelischen Verbundensein gemeinsam eine Liebe bildet, ist die von der Bibel gestützte Haltung.


Ruland

Nach der Bibel schuf GOTT den Sex ursprünglich nur zur Kinderzeugung. Denn nach der Bibel ist Fruchtbarkeit immer ein Segen GOTTES und Unfruchtbarkeit ein Fluch GOTTES (z.B. 5.Mose 7,14 Eph. 5,11). Vor dem Sündenfall war alles auf der Erde gesegnet und nichts verflucht. Bei jedem Sex zwischen Adam und Eva wäre also ein Kind gezeugt worden, weil beide von GOTT gesegnet und deshalb außergewöhnlich fruchtbar waren. Allerdings hätte Adam vor dem Sündenfall beim Sex mit seiner Eva keinen Samenerguss gehabt, wie er heute bei Männern und männlichen Tieren üblich ist. Denn nur ein lebendiger männlicher Samen ist notwendig, um ein Kind zu zeugen. Und wenn Adam vor dem Sündenfall beim Sex einen Samenerguss gehabt hätte, dann hätten ja Millionen lebendiger Samen sterben müssen. Tod und Sterben gab es jedoch vor dem Sündenfall nicht.


bibelpoint

Jetzt zeigt sich der Gnostiker Ruland. Solche Gedankenketten haben schon etwas Verrücktes an sich; aber folgen wir der Sache einmal Schritt für Schritt.

"Vor dem Sündenfall war" laut Ruland "alles auf der Erde gesegnet und nichts verflucht". Bei jedem Sex zwischen Adam und Eva wäre also ein Kind gezeugt worden". Diese Gedankenverbindung macht etwas stutzig und besonders das Wort "also" lässt aufmerken.

Der Satz: "Vor dem Sündenfall war alles auf der Erde gesegnet und nichts verflucht" ist schon ein eigenwilliges Konstrukt an sich, da das so nicht aus der Bibel hervorgeht. Warum aber knüpft Ruland hier das Wort "verflucht" ein? Die Kombination "war alles auf der Erde gesegnet und nichts verflucht" ist unzulässig.

Denn wenn auch vor dem Sündenfall kein "Fluch" auf der Erde lag, können wir ja nicht daraus schließen, dass "alles gesegnet" war im Sinne von: dass nichts sterben konnte oder sollte. Adam und Eva "aßen von den Früchten des Gartens" (1.Mose 3,2). Also mussten diese Früchte nun für die Ernährung der Menschen "sterben". Eine heruntergefallene Frucht faulte sicherlich bald, wenn sie verletzt war, die Blätter der Bäume fielen im Jahresrhythmus ab und bildeten neuen Humus. Es war ja die ganze Welt mit Lebewesen bevölkert, also auch wo es Winter gibt. Auch musste das Sterben der Tiere schon schöpfungsintern gewesens ein, weil sonst in wenigen Jahrhunderten das biologische Gefüge wegen der Menge der Tiere auseinandergebrochen wäre; besonders beachtet das Platzproblem. Denn die Tiere vermehrten sich ja auch von anfang an.


Der Verdauungsapparat von Adam und Eva waren wie unsere und es gab wie heute die Ausscheidungen auf der Toilette. Und wenn man aus Versehen auf einen Käfer trat, war er tot.

Dass Tiere vor dem Sündenfall auch nicht sterben brauchten, wäre ja eine neue Erfindung. Tiere waren von der Schöpfung an sterblich; oder will Ruland die Lehre erfinden, dass Tiere, die mit dem Thema Sünde nichts zutun haben, vor dem Sündenfall unsterblich waren und durch den Sündenfall "mitbestraft" wurden?

Dass der Tod erst durch den Sündenfall in die Welt kam, bezieht sich doch nur auf die Menschen. Das Beispiel, dass die Früchte (=Lebewesen) ja auch sterben mussten, da sie gegessen wurden, sollte ausreichen.

Es ist völliger Unsinn, solche Gedanken zu basteln, dass Adam keinen Samenerguss gehabt haben kann wie wir ihn kennen, weil dann "ja Millionen lebendiger Samen sterben müssen". ["Tod und Sterben gab es jedoch vor dem Sündenfall nicht.", so Ruland].

Das sind die Irrtümer, die durch krause Gedanken entstehen. Krause Gedanken sind aber eine problematische Sache und ein Zeichen von Überhebung und Denkfaulheit.

Wenn Gott dem Mann eine Zeugungsfähigkeit verliehen hat und rein theoretisch ein einziger Same zur Zeugung ausreicht, kann man doch daraus nicht schließen, dass Gott verhindern wollte, das Samen sterben [als wären das Lebewesen]. Das sieht man ja schon daran, dass Eva nicht täglich schwanger hätte werden können, aber von Eisprung und so weiter wusste Adam ja nichts. Adam und Eva hatten Sex wann sie Lust hatten, sicherlich fast täglich.

Auch irrt Ruland schon daher, da Schwangerschaft ja nicht sofort erkannt wird. Das heißt, wäre Eva vor dem Sündenfall schwanger geworden, hätte sie das ja zunächst nicht gewusst. Also hätte -laut Ruland- Adam weiterhin immer wieder den "einen Samen" in Eva gegeben. Der hätte dann ja zwangsläufig sterben müssen, ob Ruland das einsieht oder nicht!

So hätte ja auch der "eine Same", den Ruland postuliert, oft sterben müssen. Aber wie stellt sich Ruland die Samenproduktion in den Hoden Adams vor? Zur Reifung jeweils eines Samens?? Pro Jahr, oder wie?

Und dass Gott den gesamten Samenerguss auch deshalb geschaffen hat, weil ein einziger Samen vielleicht in der Vagina steckenbleibt, kann sich Ruland auch nicht vorstellen? Und wie wäre das laut Ruland dann mit mehrfach Geschlechtsverkehr hintereinander (will sagen, wie lange braucht der "eine Same" jeweils zum nachreifen), oder was wäre mit dem "einen Samen" in dem Falle, dass er durch das Liebesspiel außerhalb der Vagina ejakuliert? Hätte er dann (ewig) weitergelebt?

Die These, dass es vor dem Sündenfall ja keinen Samenerguss in heutigem Sinne gab, sondern nur einen einzigen Samen pro Liebesakt, würde ja auch bedeuten, dass die Möglichkeit der Geburt von Zwillingen erst eine Folge des Sündenfalles ist.

Man könnte mich schelten, dass ich mich überhaupt mit solchen Wirrheiten auseinandersetze; aber es ist schon wichtig, aufzuzeigen, welche Geistesfrüchte im christlichen Bereich so wachsen ...


Ruland

In der Natur ist Sex in der Regel nur zur Kinderzeugung da Falls es für dich unwidersprechlich wissenschaftlich bewiesen sein sollte, dass wir Menschen vom Affen abstammen, dann muss für dich der Sex nur zur Kinderzeugung da sein. Denn Affen wie alle anderen Tiere haben in der Regel Sex miteinander nur zur Kinderzeugung!


bibelpoint

Es ist ja schon interessant, dass Ruland Leser, die glauben, dass der Mensch vom Affen abstammt, zur Logik-Unterstützung heranzieht. Aber wie dem auch sei:

Es ist allgemeint bekannt, dass Paarungszeiten der Tiere bei Menschen nicht zutreffen. Menschen haben -sozusagen als Ausnahme im Gegensatz zu den Tieren- keine besonderen Paarungszeiten. Das ist eine biologische Tatsache, ob man nun an Gott glaubt oder nicht. Von daher ist ein Analogschluß vom Tierreich auf den Menschen völlig verfehlt.

Denn Ruland müsste ja auch wissen, dass die Evolutionstheorie von einer Entwicklung vom Niederen zum Höheren ausgeht. Also könnte es aus der Sicht der Evolutionisten durchaus logisch sein, dass der Mensch als höheres Wesen sich von den festgelegten Paarungszeiten wegentwickelt hat. Wenn der Mensch nur zu festgelegten Paarungszeiten Lust auf Sex hätte, dann gäbs ja den Jetzt-Zustand nicht, den Ruland kritisiert. Wieso beruft er sich also darauf?

Oder anders ausgedrückt:

Wenn Gott gemacht und gewollt hätte, dass Menschen nur in einer bestimmten Jahreszeit Lust auf Sex hätten, dann hätten wir ja auch nur zu dieser einen Jahreszeit Lust auf Sex!

Die Realität ist aber anders und medizinisch belegt und zeigt daher, wie unsinnig Rulands Vergleich ist. Er glaubt ja -zu recht- an die Schöpfungslehre. Folglich sollten seine Argumente nur biblisch sein.

Wer auch nur etwas mitdenkt, weiß: Von der Ansicht "Sex ist nur zum Kinderzeugen da und nicht eine von Gott geschenkte Lust" bis zum Verbrechen der Klitoris-Amputation ist nur ein kleiner Schritt!

Typische Logik: Was soll weibliche Lust fürs Kinderzeugen? Brauchen wir nicht. Weg damit.

Wie gern belehrt man unseren Schöpfer ...


Sex nicht auf Knopfdruck zur Kinderzeugung

Es ist eine Irrlehre, dass Mann und Frau platonisch wie Freunde zusammenleben sollen und nur ganz wenige Male sexuellen Körperkontakt haben sollen. Die (Neben-) Frage ist auch, wie das gehen soll. Das würde ja bedingen, dass sich das Ehepaar sexuell eigentlich nicht begehren würde und dann bei Kinderwunsch (endlich? leider?) sich das erste Mal zusammen ins Bett legt und versucht, das zu tun, was ein Kind zeugen soll (ja keinen Kuss zuviel und noch die meisten Sachen anlassen? ...). Nebenbei: Wie schlafen solche "enthaltsamen" Ehepaare? Schauen sie weg, wenn der andere sich auszieht? Finden sie das andere Geschlecht nicht anziehend? Haben sie keinerlei sexuelle Wunschvorstellungen? Möchten sie keine Küsse? Möchten sie den Partner nicht spüren?

Dies unterstellt, dass Mann und Frau sich entweder nicht sexuell anziehen oder diese Anziehung verdrängen, also wegheucheln und durch scheinreligiöse Haltungen unterdrücken (was aber dann in der Seele ganz gewiss krumme Auswege sucht!).

Schon in diesen Worten liegt die mystische Verbindung beider Geschlechter verborgen;

eine unsexuelle Haltung zueinander bedarf ja nicht, "Mutter und Vater zu verlassen" und hieße ja auch nicht in der Bibel "ein Fleisch werden". Ansonsten könnte man sich paarmal im Leben gelangweilt treffen und Kinder zeugen.

Der Kern der Aussage hier lautet aber nicht primär "und eine Familie gründen" (das folgerichtig zwar auch), sondern "ein Fleisch werden".

"Ein Fleisch" ist eine tiefe ineinandergreifende Situation zwischen Mann und Frau.

Daher ist es völlig normal, dass Jungens neugierig sind, was Mädchen so unter der Bluse haben und auch Mädchen schauen im Schwimmbad sicher mal öfter an bestimmte Stellen, als sie es abends zuhause ihrer Mutter sagen würden.

Diese Haltung ist von Gott gewollt und gehört zum Reifen und Wachsen. Es ist völlig illusorisch, als Junge ohne Neugierde aufzuwachsen und so zu tun, als gäbe es keine Mädchen und das gleiche gilt für Mädchen. Die möchten auch gern mehr wissen und entwickeln eine natürliche Sehnsucht nach einem Freund und möchten abends mit einem Jungen spazieren gehen und sich küssen. Siehe auch In den Weinbergen

Das ist ja nicht das, was Gott stört oder verboten hat. Sondern die Untreue, das Prinzip des Wegwerfpartners, den One-Night-Stand und überhaupt alle Beziehungen, die nicht auf Dauer abzielen.

Wenn heutzutage die meisten Menschen keine Liebe festhalten möchten, sondern nur noch ohne Ehe und Familie auf der Suche nach wechselnden Partnern sind, ist das nur ein Zeichen der Zerrüttung unserer Gesellschaftsordnung. Es ist aber auch eine logische Folge des Atheismus und völlig konsequent (wenn doch nach dem Tod alles aus ist ...).

Man vergisst in diesem Zusammenhang grundsätzlich, dass eine Trennung vom Partner meist einseitig forciert wird -also dem anderen Partner sehr weh tut und einen irreparablen seelischen Schaden zufügt- und dass Kinder ihre Eltern brauchen, um gesund aufzuwachsen. Für ein Kind ist es eher hinnehmbar, wenn der Vater gestorben wäre, als dass er einfach die Familie verlässt*.


*Das ist keine Verurteilung der Väter und Mutter, die ihre Familien verlassen -sie haben aus ihrer persönlichen Sicht ihre logischen Gründe- es ist eine Skizzierung der Seelenlage der Verlassenen (Frau, Kinder) und somit ein Hinweis auf die völlig falsche Entwicklung unserer atheistischen Gesellschaftsordnung. Wo aber der Atheismus herrscht, sind auch die Konsequenzen nur noch logisch. Es ist deshalb auch falsch, Menschen, die keine Gottesführung im Leben haben oder garnicht an Gottes Existenz glauben, Vorwürfe über ihr Handeln zu machen.

1.Mose 2,24

„Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und [sich] einer Frau anhängen* und sie werden zu einem Fleisch werden.“
*dabaq = im Hebräischen sovie wie "zusammenkleben"


bibelpoint

Hier laufen jetzt die Fäden der Irrtümer zusammen! Ganz abgesehen von der Religionsgeist-Sprache "... der Tod lauerte nach dem Sündefall überall auf Beute" [!] kommt nun Licht in die Wirrheit. Ruland selbst sagt, dass nach dem Sündenfall "GOTT die Samenproduktion der Menschen, Tiere und Pflanzen gigantisch erhöht" hat, "um damit das Aussterben der Lebewesen zu verhindern.

Ganz davon abgesehen, warum die "Ein Samen" Vermehrung -die Ruland unterstellt hat- plötzlich nicht mehr funktionieren soll, gibt Ruland aber hiermit zu, dass er seine ganze Theorie nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Pflanzen und Tiere bezogen hatte.

Wir aber haben schon oben im Text bewiesen, das Pflanzen schon von Anfang an dem Tod unterworfen waren, schon allein, weil sie GEGESSEN wurden! Ruland denkt wahrscheinlich, dass vor dem Sündenfall der Tod für kein Wesen existent war und durch den Sündenfall ins Universum hineinkam...

Das Abreißen, Kleinschneiden und Essen von Früchten ist ein Absterben der Früchte.

Warum sollte den Gott die Samenproduktion der Pflanzen erst nach dem menschlichen Sündenfall "drastisch erhöhen"? Was hat die Sünde von Adam und Eva mit den Pflanzen auf dieser Erde zu tun?

Vor dem Sündenfall flog wohl nur "ein pflanzlicher Same" durch die Luft und fand genau ein Ziel? Solche Thesen sind völlig abstrus und keineswegs in der Bibel zu finden!

Wenn auch Ruland zitiert: "Ps 51,5: In Sünde hat mich empfangen meine Mutter", um Sexualität und Sünde in Zusammenhang zu bringen, so ist dieser Begriff der "Sünde" nicht gleichzusetzen mit Widerspenstigkeit gegen Gott bzw. seine Gebote.

Der eigentliche Begriff "Sünde" meint Handlungen gegen Gottes Gebote. Sexualität aber ist von Gott zunächst einmal angeordnet gewesen (1.Mose 1,28) und nicht etwa verboten!

Wenn Gott das "ein Fleisch sein" von Mann und Frau nicht hätte haben wollen, hätte er Adam ja keine Frau mit gegenseitiger Anreizung zur Seite gestellt, sondern einfach nur durch einen anderen Schöpfungsweg Kinder wachsen lassen.

Gott hätte weder die Vagina lustempfindlich machen und erst recht keine Klitoris dazu schenken brauchen und er hätte die Neugier und Lust der Berührung nicht geschenkt.

siehe auch zum Thema: Verbrechen der Klitorisbeschneidung

In Gottes realem Schöpfungsplan sind Kinder die Frucht der Liebe auch dann, wenn der Begriff "Liebe" nun naturgemäß mit körperlicher Lust durchmengt wird.

Freude an Sex entsteht nicht durch Kinderwunsch (und verschwindet dann wie auf Befehl) sondern Kinder entstehen durch Freude an Sex.

Diese Sichtweise wird ja auch von Paulus bestätigt:

Das Weib ist ihres Leibes nicht mächtig, sondern der Mann. Desgleichen der Mann ist seines Leibes nicht mächtig, sondern das Weib. Entziehe sich nicht einer dem andern ...

Also ist die Natur der Sexualität ein Schöpfungsgeheimnis und nicht wie ein Schalter, den man einfach von "an" auf "aus" umschalten kann.

Von daher ist der Begriff "Sünde" in Fragen der Empfängnis und Geburt anders belegt als mit "gegen Gott handeln". Die "Unreinheit " nach Sex im Heiligungssinne ist natürlich mehrfach biblisch belegt, zum Beispiel 2. Mose19,15 ("... und keiner nahe sich einem Weibe") und stimmt so mit der Aufforderung Paulus' überein, für eine explizite Gebetsphase Sexualität ruhen zu lassen.

Außerdem lügt Ruland. Er behauptet:

Im AT war jede Berührung einer menschlichen oder tierischen Leiche eine Unreinheit und Sünde (4.Mose 5,2 & 3.Mose 5,2). Klar, dass dann auch jeder Samenerguss, bei dem ja immer viele Samen sterben müssen, eine Unreinheit und Sünde war, was uns auch in 3.Mose 16,16-18 bestätigt wird.

Ruland sagt also, dass jeder Samenerguss -bei dem ja immer viele Samen sterben müssen- eine Unreinheit und Sünde war, was uns auch in 3. Mose 16,16-18 bestätigt würde.

In 3. Mose 16,16-18 wird aber lediglich in allgemeiner Natur gesagt:

16 ... und [Aaron] soll so das Heiligtum entsühnen wegen der Verunreinigungen der Israeliten und wegen ihrer Übertretungen, mit denen sie sich versündigt haben. So soll er tun der Stiftshütte, die bei ihnen ist inmitten ihrer Unreinheit ...


Es grenzt schon an Frechheit zu behaupten, dass diese Bibelstelle "bestätigen" würde, dass Samenerguss Unreinheit bedeutet. Das mag sein, aber nicht durch diese Bibelstelle. Nur: Ruland will ja den Trick anwenden das Samenerguss nicht nur eine "Unreinheit", sondern auch eine "Sünde" sei. Da er das anhand keiner Bibelstelle nachweisen kann, nimmt er die genannte Bibelstelle 3. Mose 16,16-18. Das gehört aber zu den typischen Unehrlichkeiten; denn das, was behauptet wird, steht dort nicht!


Ruland

Erst als der Tod nach dem Sündenfall überall auf Beute lauerte, hat GOTT die Samenproduktion der Menschen, Tiere und Pflanzen gigantisch erhöht, um damit das Aussterben der Lebewesen zu verhindern Im AT war jede Berührung einer menschlichen oder tierischen Leiche eine Unreinheit und Sünde (4.Mose 5,2 und 3.Mose 5,2). Klar, dass dann auch jeder Samenerguss, bei dem ja immer viele Samen sterben müssen, eine Unreinheit und Sünde war, was uns auch in 3.Mose 16,16-18 bestätigt wird. Dadurch ist verständlich, dass im AT der Samenerguss auch dann eine Unreinheit und Sünde war, wenn dadurch ein Kind gezeugt wurde (vgl. Ps 51,5: „In Sünde hat mich empfangen meine Mutter“)

Manche jedoch nehmen Sprüche 5,18+19 (Erfreue dich an dem Weibe deiner Jugend ... ihre Brüste mögen dich immer berauschen, taumle stets in ihrer Liebe) zur Begründung, dass Eheleute fleißig Sex miteinander haben dürfen auch dann, wenn dadurch keine Kinder gezeugt werden können. Hier ist es wie bei einem Vater, der seinen kleinen unmündigen Kindern das fleißige Spielen im Sandkasten gebietet, obgleich sie sich dadurch kräftig beschmutzen werden. Er gebietet es aber dennoch, weil er genau weiß, dass seine unmündigen Kinder ansonsten noch viel größeren Unfug anstellen würden.


bibelpoint

Natürlich kommt auch Ruland nicht um die vielen Bibelstellen zur Sexualfreundlichkeit des Alten Testamentes. Was tun? Also nimmt er sich eine Stelle heraus, nämlich

Sprüche 5,18+19 "Erfreue dich an dem Weibe deiner Jugend ... ihre Brüste mögen dich immer berauschen, taumle stets in ihrer Liebe"

(siehe auch Christentum und Sexualität)

Wieder benutzt Ruland die Sprachunterstützung "zur Begründung, dass Eheleute fleißig [!] Sex miteinander haben dürfen". Daran erkennt man schon den Geist, der hier dahinter steckt.

Er sagt ausdrücklich "fleißig", so dass sexualfeindliche Geister gleich das Bild von den Karnickeln vor Augen haben; diese Methode ist einfach zu beherrschen und wird von Lügnern gern benutzt, da sie der Lüge verwandt ist bzw. einen Unterbau fürs Lügen bildet.

Natürlich hat Ruland -wie alle sexualfeindlichen Christen- keine Erklärung für die relativ große Duldung von Sex und deren Zusammenhänge bis hin zur Vielehe und Führung eines großen Harems durch Könige wie David und Salomo. Solche Leute denken wahrscheinlich auch, dass Batseba in Anziehsachen badete:

Badete Batseba in Kleidung?

2. Samuel 11, 2ff

2Und es geschah, als David zur Abendzeit von seinem Lager aufstand und auf dem Dach des königlichen Hauses umherwandelte, da sah er vom Dach aus eine Frau sich baden, und die Frau war von sehr schönem Aussehen.

Weil sie sich das garnicht vorstellen können, übersetzen einige dann, "da sah er vom Dach aus eine Frau sich waschen" (auch hier wieder in der Hoffnung, eine Entschärfung zusammenzubasteln. Der Kontext "und die Frau war von sehr schönem Aussehen" zusammen mit der Tatsache, dass diese Frau David durch ihre Nacktheit betört hatte und der sie plötzlich haben wollte, wird ignoriert. Vom Szenario her muss, um die Erzählung so zu akzeptieren wie sie in der Bibel steht, Batseba zumindestens ihren Oberkörper völlig freigemacht haben, selbst wenn der Bibeltext wirklich nur "waschen" gemeint hätte; aber kein "bekleidet Hände und Gesicht waschen in einer Schüssel im Hof bzw. an offenem Fenster, das von schräg oben einsehbar war" !

Natürlich ist klar -und das wusste auch David- dass Batseba wissen musste, dass David vom Dach her Einblick in ihren Hof hatte. Dennoch kommt kein Gedanke an Strafverfolgung auf (Erregung öffentlichen Ärgernisses) sondern es ist einfach so, wie es ist (so schon dargelegt in Christentum und Sexualität).

Das Resümee Rulands ist dann nur noch ein Krampf, aber typisch:

Hier ist es wie bei einem Vater, der seinen kleinen unmündigen Kindern das fleißige Spielen im Sandkasten gebietet, obgleich sie sich dadurch kräftig beschmutzen werden. Er gebietet es aber dennoch, weil er genau weiss, dass seine unmündigen Kinder ansonsten noch viel größeren Unfug anstellen würden.

So ein Krampf zeigt dann die völlige Abkehr von biblischen Inhalten und übrig bleibt die Predigt eines kleinen verklemmten Geistes.

Die Sprachführung im Vergleich spricht ja für sich und ist wieder typisch:


"sich dadurch kräftig beschmutzen"

"fleißiges Spielen im Sandkasten" und

"ansonsten noch viel größeren Unfug anstellen"


Ruland

Ebenso gebietet GOTT in Sprüche 5,18+19 dem israelitischen Ehemann den Sex mit seiner Frau nicht nur zur Kinderzeugung, obgleich beide sich dabei immer wieder verunreinigen werden. Aber um Ehebruch zu verhindern, wie aus dem gesamten Zusammenhang in Sprüche 5,1-20 zu entnehmen ist, gebietet es GOTT den beiden dennoch.


bibelpoint

Ruland kreiselt immer mehr in seiner Gedankenwelt; den schöpfungsinternen Sinn des Verkehrs zwischen Mann und Frau scheint er völlig auszublenden und den Begriff der "Liebe" kommt ja bei ihm sowieso nicht vor!!

Nun wird der Schöpfungsauftrag "Seid fruchtbar und mehret euch" 1. Mose 1,28 bei Ruland automatisch zur "Verunreinigung" im Alltagssinne, die Gott anordnet, um Schlimmeres zu verhindern, z.B. Ehebruch.

Ruland will nur so denken: "Sex mit einer Frau, die mit mir die Ehe eingegangen ist, ist dafür da, um ein Leben mit Partnertausch (Ehebruch) zu verhindern."

Der Grundgedanke: Sexualität, weil Gott sie den Menschen geschenkt hat, geht bei Ruland & Konsorten gar nicht.


Verwundert liest Ruland die Bibel und gesteht ein:

Aber um Ehebruch zu verhindern, wie aus dem gesamten Zusammenhang in Sprüche 5,1-20 zu entnehmen ist, gebietet es GOTT den beiden dennoch.


Die Lösung liegt bei Ruland wieder auf der Hand:


Ruland

Solange ein Süchtiger von seiner Sucht noch nicht frei ist ... Für einen Drogen-Süchtigen ist es besser, ihm sind unter ärztlicher Aufsicht die Drogen erlaubt [auch wenn sie seiner Gesundheit schaden], als dass er ohne dieser Erlaubnis andere Menschen schädigen muss durch Raub und Mord [um an Geld für Drogen heranzukommen].


bibelpoint

Ruland folgt immer weiter seinem Strickmuster, wie auch anfänglich beschrieben:

Sex auf die Stufe einer Sucht stellen (im Beispiel die verpönteste und unterste Sucht unserer Gesellschaftsordnung hernehmen also die Drogensucht) und Gott mit einem Arzt vergleichen, der diese Sucht gerade noch so akzeptiert (weil die Menschen noch nicht "gesund" bzw. "geheilt" sind). So kann man nur reden, wenn man das ganze Alte Testament als logisches und zusammenhängendes Gotteswort ablehnt. Dann aber sollte man das ehrlich zugeben!

Natürlich gibt es unabhängig davon auch Sex-Sucht; genauso, wie alles auf dieser Welt falschverstanden und missbraucht werden kann; umsomehr, weil die Menschen nicht an Gott glauben. Dann ist es aber auch logisch und ohne Gottes Hilfe (durch Jesus Christus) nicht wirklich therapierbar.

Dies aber steht dann auf einem ganz anderen Blatt!


Der Rest von Ruland ist dann nur noch als Bestätigung seines Denkmusters zu sehen:


Ruland

Denn wegen Römer 5,12 kam der Tod erst durch die Sünde Adams in die Welt. Vor dem Sündenfall hätte also Adam bei jedem Sex mit seiner Frau Eva immer nur einen einzigen Samen abgegeben, aus dem dann immer ein Kind entstanden wäre. Und während der Schwangerschaft von Eva hätte Adam mit ihr keinen Sex getrieben, wie auch heute noch in der Regel schwangere Tiere keinen Sex miteinander haben.


bibelpoint

Also Denkfehler auf Denkfehler. Der Tod im Allgemeinen kam nicht erst mit dem Sündenfall in die Welt, sondern der Tod der Menschen (wie schon beschrieben).

Ruland beschreibt jeden Gedanken der Sexualität zwischen Adam und Eva mit "hätte".

Er gehört sicherlich zu den Gnostikern, die behaupten, dass die Sexualität die Ursünde war.

Das aber ist eine altbekannte Irrlehre.


Denn der Gottesauftrag "Seid fruchtbar und mehret euch" erging vor dem Sündenfall, wie man leicht in 1. Mose 1,28 nachlesen kann. Der Sündenfall ist demnach auch nicht der Sex selber, wie leider manche Wirrgeister behaupten.

Wenn Eva schwanger gewesen wäre, hätte sie das nicht im selben Moment gemerkt. Das sind die typischen Denklöcher in Rulands Theorien. Wie schon oben gesagt, hätte sie nach der Empfängnis noch eine Weile mit Adam geschlafen. Was wäre dann mit dem "einen Samen"? Solche gnostischen Denkmodelle sind völlig unbiblisch.

Rulands Vergleich mit dem Tierreich erübrigt sich auch hier, da das ja nicht wegmacht (nicht bei Tier und nicht bei Mensch), dass unmittelbar nach der Empfängnis die Schwangerschaft noch unerkannt bleibt; also noch Verkehr stattfindet.

Typisch ist auch hier, dass Ruland als Gegner der natürlichen Sexualität, ausdrücklich immer das Wort "hätte" benutzt, wenn es um Sex zwischen Adam und Eva vor dem Sündenfall geht. Wahrscheinlich gehört er zu der Gruppe Irrlehrern, die behaupten, dass Sex "die Sünde" war. In diesen Zusammenhängen wird immer sprachliche Unterstützung durch unehrliche Sprache gesucht. Nun ist es also für Ruland auch hier wichtig zu sagen: Sex wird "getrieben"!

Ruland stellt sich eine fiktive Schwangerschaft Eva's vor dem Sündenfall vor und ist sich sicher, in dem Falle "... hätte Adam mit ihr keinen Sex getrieben", O-Ton Ruland. Also immer wieder wird Sex in Rulands Geisteswelt "getrieben".

Ganz anders Paulus im Neuen Testament

1. Korinther 7,5
5Entziehe sich nicht eins dem andern, es sei denn aus beider Bewilligung eine Zeitlang, daß ihr zum Fasten und Beten Muße habt; und kommt wiederum zusammen ...

Anders sieht es mit der freiwilligen Enthaltsamkeit aus; sie wird von Paulus empfohlen und erfordert die Gabe, die Sexualität ruhen und gänzlich einschlafen zu lassen.

Denn durch Sex wird neue Lust geboren und je öfter ein Paar miteinander verkehrt, desto mehr Sexualkraft und Ausdauer entsteht; aber umso weniger Sex Menschen haben, desto eher beruhigt sich des Begehren und kann auf Null reduziert werden.

Eine notwendige körperliche Reaktionen kann dann Orgasmus im Schlaf sein.


Ruland

Trotzdem ist es noch viel besser, dass er völlig frei wird von seiner Drogen-Sucht. In 1.Korinther 7,1-6 sagt interessanter Weise das NT sinngemäß dasselbe über die sex-süchtigen Menschen. Dort wird den Sex-Süchtigen erlaubt, es in der Ehe zu treiben [auch wenn es Sünde ist und dadurch keine Kinder gezeugt werden], als dass sie ohne diese Erlaubnis Vergewaltigung und Ehebruch treiben. Trotzdem darf auch hier nicht vergessen werden, dass es noch viel besser ist, dass völlig frei von der Sex-Sucht werden! "Aber Herr Ruland!"


bibelpoint

Also irgendwie ist es immer das gleiche Sprach-Karussell: "es in der Ehe zu treiben" [!] gefällt Ruland zu sagen, damit er als sich als Prediger der Reinheit hinstellen kann.

Er resümiert: Da sonst "ohne diese Erlaubnis Vergewaltigung und Ehebruch" das Ergebnis wäre.

Ruland merkt auch nicht, dass wenn Gott keine Ehe geschaffen hätte, es ja keinen "Ehebruch" gäbe. Die Schaffung zur "Ehe zur Vermeidung von Ehebruch" ist gedanklicher Unsinn. Ruland meint sicher: Zur Vermeidung von Beziehungslosigkeit und Partnerwechsel oder einmaliges miteinander schlafen!

Dass Ruland nochmal auf die Schöpfungsfrage und den Gottesauftrag zurückkommt oder den Begriff der von Gott geschenkten Liebe einbringt, ist nicht zu erwarten.

Nach einigen weiteren scheinlogischen Erklärungen endet der Unterricht bei Ruland so:


Ruland

Niemand kann GOTT lieben und gleichzeitig die sexuelle Fleischeslust (Matth.6,24 Gal.5,16-25). Deshalb bekommst du Sieg über deine Sex-Sucht nur dann, wenn du ihre Lust wirklich hassen und verleugnen tust (Luk.14,26; Titus 2,12).


bibelpoint

Christen, die den Bibeletext nicht so genau nehmen, sind immer mit Vorsicht zu genießen. Ruland greift nun in die Trickkiste der Falschzitate; eine Methode, die leider oft angewendet wird.

Ruland lügt offen, indem er vorwirft:

Niemand kann GOTT lieben und gleichzeitig die sexuelle Fleischeslust (Matth.6,24 Gal.5,16-25).

Denn Matt. 6,24 lautet in Wirklichkeit so:

Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.


Aber Herr Ruland!

Jesus spricht hier vom Mammon, als vom Dämon des Geldes! Der Begriff "sexuelle Fleischeslust" steht hier -natürlich- nicht und wollte auch an dieser Stelle nicht indirekt avisiert werden! Außerdem geht Ruland auch im Grunde zu weit.

Denn er will hier die Ehe als im Gegensatz zur Liebe zu Gott anprangern!

Da es dafür keinen biblischen Hinweis gibt, greift er also zur Bibelstelle über die Geldliebe. Dass er diese Stelle nur benennt, aber nicht zitiert, zeigt seine krumme Intention

Ruland behauptet also dadurch, dass alle eheführenden Christen in den Gemeinden seit 2000 Jahren Gott nicht lieben, wenn sie mehr Sex haben als er einsieht. Und das obwohl (!) Paulus wie alle anderen Apostel dies nicht verdammt! Das geht deutlich zu weit.


Die zweite Stelle, die Ruland in diesem Zusammenhang benannt hat, ist Galater 5,26-25

Hier wendet Ruland einen altbekannten Trick an:

Der Text, den Ruland zitiert, lautet:


Galater 5,26-25

Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden. Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.


Aus dem Zusammenhang gerissen könnte man natürlich denken, dass diese zwei Sätze Rulands Argumente unterstützen. Das stünde dann natürlich im Widerspruch zu den von Ruland oft zitierten Paulus-Stellen, die eine "Erlaubnis" für eheliche regelmäßige Sexualität darstellen. Das stört Ruland aber nicht.

Dass die hier von Ruland zitierte Stelle gerade nicht die Ehe mit ihrer Sexualität treffen wollte, ergibt sich doch aus dem Wortlaut, der diesen Zeilen vorangeht.

Also Galater 5,16-25

16Ich sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen.

17Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, sodass ihr nicht tut, was ihr wollt.

18Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz.

19Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung,

20Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen,

21Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Davon habe ich euch vorausgesagt und sage noch einmal voraus: Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.

22Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue,

23Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.


Wir sehen also, dass es hier nicht um die Sexualität innerhalb der Ehe geht, sondern um die "Werke des Fleisches". Wie man aus den Erklärungen sieht, ist mit "fleischlich" alles gemeint, was gegen ein gottesfürchtiges spricht (also auch "Neid", Fressen" "Saufen").

Der körperliche Aspekt ist nur umschrieben ("Unzucht", "Unreinheit") und lässt keinen Schluss zu, dass die "Erlaubnisse" der Ehe durch Galater 5 wieder rückgängig gemacht werden!

Danach aber erst kommen die von Ruland zitierten Stellen 24 und 25:

24Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden. 

25Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.


Dadurch, dass Ruland den Zusammenhang ausdrücklich weglässt, verlässt er sich darauf, dass seine Zitate greifen! ("... haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden.")

Dass die Bibel hiermit die gottesfeindlichen Leidenschaften und Begierden, und nicht etwa die gotteskonformen Gefühle meint, kommt Ruland nicht in den Sinn.

Für ihn sind die Freuden der Ehe auch "fleischliche Leidenschaften und Begierden", weil sich das sprachlich so anbietet. Er verkennt auch die breite Palette des biblischen Wortes "Fleisch", das weit über den körperlichen Aspekt hinausgeht (daher steht ja in der Liste der "fleischlichen Werke" besonders Dinge wie Neid, Hass, Gier, Streit, Zorn).

Das sollte doch zu denken geben!

Die Bibel nennt aber gotteskonforme Sexualgefühle nie "Leidenschaften und Begierden" im Sinne von "Werke des Fleisches". Ein gründliches Bibelstudium zeigt das deutlich.

Ruland

Nebenbei sei noch erwähnt: Wenn ein Mann seine Frau beschlief während der Zeit, wo sie ihre Regelblutungen hatte -wo also die Zeugung eines Kindes sehr unwahrscheinlich ist- dann waren er und sie acht Tage lang unrein (3.Mose 15,19+24). Beschlief er sie jedoch zu anderen Zeiten, wo die Zeugungs-Wahrscheinlichkeit eines Kindes sehr groß war, dann waren er und sie nur einen Tag unrein.

bibelpoint

Hier irrt Ruland auch. In der von Ruland genannten Bibelstelle schläft der Mann nicht mit seiner Frau während sie die Tage hat, sondern sie bekommt während des Verkehrs (zufällig) die Blutung! Nur Nebenbei: Auch sind sie in dem Falle nicht acht, sondern sieben Tage unrein; Ruland zitiert nicht einmal richtig.

Worauf aber Ruland sicherlich hinauswill, ohne es ausdrücklich zu sagen:

Verkehr in empfängnissicheren Zeitphasen = nur ein Tag Unreinheit (laut Ruland; genau genommen sagen die Bibelstellen "bis zum Abend")

Verkehr in den Zeitphasen wo die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft sehr gering ist (genau so begründet es Ruland ja!) = sieben Tage Unreinheit (sozusagen zur Strafe "ein Bissl"!)

Das heißt, Ruland denkt, die unterschiedliche Dauer der Unreinheit bezieht sich darauf, ob Geschlechtsverkehr im Zeugungssinne Sinn macht oder nicht.

Dass die Unreinheit von sieben Tagen aus 3.Mose 15,19ff etwas mit der Menstruations-"Unreinheit" zu tun haben könnte, darauf kommt Ruland natürlich nicht. Eher setzt er voraus, dass Gott so im Stillen mal anhand der Unreinheitstage uns etwas abstrafen will, weil wir Verkehr hatten an Tagen, die nicht fruchtbar sind. Seltsam oder?

Was deutlich davon zeugt, wessen Geistes Ruland ist, sind die Worte:

"Wenn ein Mann seine Frau beschlief"...

Solche entwürdigenden und beleidigenden Worte haben Frauen nicht verdient. Es ist scheußlich, den Liebesakt so zu bezeichnen, als wenn der Mann die Frau "beschläft", also so ausgedrückt, als wenn die Frau in passiver Hinnahme etwas erdulden würde.

Einfach unanständig, Sexualität so zu nennen. Aber was erwarten wir in einer Gesellschaft, deren Sprache schon so verklemmt und verkleistert ist, dass man Brustspitzen "Warzen" nennt! Möchtest du "Warzen" haben?


Ruland

Bedränge dann als ein echter Fleischeslust-Hassender den HERRN JESUS in deinen Gebeten solange um den Sieg, wie die Witwe in Lukas 18,1-8 den Richter bis zum Sieg bedrängte. Dies hat bei mir, der ich diese Seite geschrieben habe, prima funktioniert.


bibelpoint

Für Ruland hat sich der Kreis geschlossen. So liest man seiner Meinung nach die Bibel!

Bei allem Verständnis dafür, welche Gedanken im Hintergrund stehen (Reinheit, Gottesfurcht und Überwindung), kann ich Christen vor solcher Art Theologie nur warnen.

Noch ein Wort in eigener Sache betreffs Ruland:

Ich kenne Ruland seit 30 Jahren. In dieser Zeit kam es zu mehreren Treffen; zweimal auch in Wohnungen. Aufgrund verschiedener Anzeichen glaube ich nicht mehr daran, dass Ruland ein ehrlicher Bruder im Glauben ist.

Alles, was ich dabei erlebt und erfahren habe, finde ich recht absonderlich ...


Nachricht von Wolfgang Ruland: Zwischenzeitlich hat sich Herr Ruland hier gemeldet und bittet um Korrekturen. Ich kann und will aber nicht historische Publikationen abändern. Ich veröffentliche hiermit aber sein Anschreiben im Wesentlichen:


Sehr geehrter ... , 22.12.2013

erst vorgestern erfuhr ich von der Existenz Ihrer „Irrtümer sexualfeindlicher Lehren“ im Internet, worin Sie mit ca. 6500 Worten meine „Kinderzeugung“ in der Fassung 2008-2011 behandeln, die damals etwa 1500 Worte hatte. Vorbildlich an Ihrer Abhandlung ist, dass Sie zuerst einmal meinen Originaltext zitieren, bevor Sie etwas dazu sagen.

Sie beginnen den „Fall Ruland“ mit: „Achtung! Auf der hier angebenen URL ändert Ruland ständig als Reaktion auf Kritiken die Inhalte ohne dies kenntlich zu machen!“ Bis 2011 stimmte das auch, aber seitdem habe ich Änderungen kenntlich gemacht. Im Juli 2013 veröffentlichte eine Neufassung meiner „Kinderzeugung“ von nur noch 1000 Worten. Sie bekam jedoch in diesem Monat eine klar kenntlich gemachte Ergänzung von ebenfalls 1000 Worten, sodass meine aktuelle www.bekehrdich.de/kinderzeugung nun also rund 2000 Worte umfaßt.

Sie werden es vermutlich begrüßen, dass ich jetzt (fast) nur noch biblische Argumente bringe und Dinge wie „Justin den Märtyrer“ oder „Mussten Tiere und Pflanzen schon vor dem Sündenfall sterben“ ersatzlos weglasse. Nicht alles, was ich früher veröffentlicht habe, würde ich heute noch unverändert veröffentlichen wollen - dazu haben mir die Kritiken verholfen - und auch in Zukunft will ich von meinen Kritikern lernen.

Am liebsten wäre es mir, wenn wir uns im Januar 2014 über alles in Ruhe persönlich unterhalten können. Zu welchen Terminen wäre das möglich und welcher Ort wäre dafür Ihnen am liebsten? Unabhängig davon würde ich mich freuen, wenn Sie Ihre Kritik im Internet aktualisieren, dass sehr vieles von dem, was Sie von mir worwörtlich zitieren, in meiner „Kinderzeugung“ gar nicht mehr sinngemäß vorkommt und wortwörtlich noch viel weniger. Wenn Ihnen für so eine Aktualisierung die Zeit fehlen sollte, dann weisen Sie wenigstens bitte ausdrücklich Ihre Leser darauf hin, dass sehr vieles von dem, was Sie von mir worwörtlich zitieren, in meiner „Kinderzeugung“ gar nicht mehr sinngemäß vorkommt und wortwörtlich noch viel weniger.

...

Meinung von bibelpoint:

bibelpoint  wollte nicht so sehr auf den Punkt hinaus, dass Ruland seine Änderungen nicht kenntlich macht (dies war nur eine Nebeninfo), sondern darauf, dass er ständig Änderungen macht (immer auf der gleichen Seite, indem er das Alte überschreibt). So ist es nicht möglich, eine Historie zu verfolgen und wenn man zitiert, ist die Passage längst wieder verschwunden.

Die "Änderungen" habe er gelesen. Sie zeigen aber keinen Wandel, sondern nur Nuancierungen, die unwesentlich sind. bibelpoint möchte sich damit auch nicht immer wieder beschäftigen. Auch zählt bibelpoint nicht die Anzahl der Wörter ...


Irrtümer sexualfeindlicher Lehren

Der RFID-Chip wird nun nach langer Testphase den Menschen in die Hand implantiert: die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, siehe CEbit im März 2016

 

 

Ich lese in der Bibel und weiß, dass Gottes Wort die Wahrheit ist. Ich werde niemals den RFID-Chip in die Hand einpflanzen lassen, weil ich in Offenbarung 13 gelesen habe, was es damit auf sich hat und Gott die Ablehnung dieses Zeichens strengstens befohlen hat. Echte Christen lehnen das Zeichen ab und gehen dann in die Große Trübsal. Ich vertraue in all den Zeiten auf unseren Herrn, Jesus Christus. Viele Irrlehrer werden sagen, das sei nicht das Zeichen des Tieres. Im März 2016 haben sie nun -nach jahrelangen Tests- auf der CEbit ein ausgereiftes Modell des RFID-Chips vorgestellt und viele lassen sich nun chippen; zunächst scheinbar nur freiwillig, aber so ist es immer: erst freiwillig und dann gehts nur noch so! Wer nicht mitmacht, hat keinen Ausweis und kein Konto; kann nicht mehr kaufen und verkaufen. So steht es im Buch der Offenbarung geschrieben. Uns wird aber der Nutzen vor Augen geführt (wegen der vielen Verbrechen ... es ist also alles gut eingefädelt von den da oben, die das Sagen haben und nicht Gottes Willen in Sinn haben).

 

Die CEbit 2016, der Chip steht vor der Tür

Warum sehr viele "Christen" das Zeichen des Tieres annehmen werden:

Es gibt verschieden Gründe. Die einen glauben nicht so richtig an die Bibel. Die andern (z.B. Adventisten) sagen, das Zeichen des Tieres ist ein Sonntagsgesetz und biegen mit viel Mühen und Unlogik die Bibelstellen aus Off. 13 ins Geistliche. Wieder andere glauben an die Vorentrückung. Und genau das ist eine teuflische Falle!

Irrtum Vorentrückung

Brief an Dr. Lothar Gassmann

 

Fußballspielen im Himmelreich?

Es gibt keine Blödheit im sogenannten Wohlfühl-Evangelium, die es nicht gibt:
Aber Herr Jürgensen!

Das falsche Weltbild vom Universum

Prophezeiung Goldentwertung über Nacht 

oder:
Der große geplante Coup der neuen Weltordnung

Prophezeiung gegen die Ratschläge der Experten